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State Street und IFSWF: Wie Instis und Staatsfonds Gelder umschichten

State Street und das Internationale Forum der Staatsfonds (IFSWF) veröffentlichten eine Untersuchung über die Aktivitäten institutioneller Anleger und Staatsfonds während der Covid-19-Pandemie. Dabei zeigt sich, dass diese Investoren beim Markt Timing ein gutes Händchen hatten.

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© Monticello / stock.adobe.com

State Street Corporation und das Internationale Forum für Staatsfonds (IFSWF), eine internationale Gruppe von Staatsfondsmanagern aus fast 40 Ländern, haben eine neue Studie vorgelegt, in der untersucht wird, wie Staatsfonds und institutionelle Anleger während der Covid-19-Pandemie ihre Mittel verteilt haben. Dabei zeigt sich, dass diese Großanleger nicht nur Risikoappetit, sondern auch gutes Timing bewiesen haben.

Mut zum Risiko hat sich ausgezahlt
Ausgehend von umfangreichen State Street-Daten sowie nach Gesprächen mit sieben der größten Mitglieder des IFSWF zeigt die Untersuchung, dass viele Staatsfonds und institutionelle Anleger nach und nach Teile ihrer angesammelten Barmittel eingesetzt und festverzinsliche Positionen abgebaut haben, um das Engagement in Risikoanlagen zu erhöhen, während sich die Finanzmärkte im Laufe der Pandemie wieder erholten. Die Risikobereitschaft der institutionellen Anleger hat sich bis März 2021 in allen Anlageklassen ebenfalls allgemein verbessert, insbesondere was Fremdwährungen, rohstoffsensible Anlagen und Entscheidungen zur Aktienumschichtung anging.

Nach früheren Untersuchungen von IFSWF und State Street, die im Mai 2020 veröffentlicht wurden, waren die institutionellen Anleger zu Beginn des Jahres 2020 noch vorsichtig, als die Barbestände den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008/09 erreicht hatten. Die jüngsten Daten zeigen nun, dass die Anleger für 2021 positiver gestimmt sind, da sie begonnen haben, Kapital umzuschichten, und da sie über alle Anlageklassen hinweg Risikoneutralität erreicht haben. Den Staatsfonds gelang dies zum größten Teil, indem sie ihre Aktienquote erhöhten und im Rahmen der schlechten Marktentwicklung im Jahr 2020 in den Genuss günstigerer Preisen kamen.

„Langfristig orientierte Anleger haben in allen Anlageklassen risikofreudige Umschichtungsentscheidungen getroffen, indem sie ihre Barbestände reduziert und das Aktienengagement erhöht haben. Gleichzeitig haben sie ihre Portfolios weiter diversifiziert, indem sie vermehrt in private Anlageformen investiert haben,“ erklärt Neill Clark, Head of State Street Associates, Europe, Middle East and Africa (EMEA), State Street. „Bei den Aktien stieg der Appetit der institutionellen Anleger auf börsennotierte US-Titel spürbar, während sich das Engagement in Schwellenlandaktien deutlich reduzierte. Das aktuelle gesamtwirtschaftliche Umfeld, die erwarteten steuerlichen Anreize und die Portfolioausrichtung von institutionellen Anlegern und Staatsfonds geben für den weiteren Verlauf des Jahres 2021 Grund für Optimismus.“

Spekulationsblase?
Die Untersuchung fand auch keine Anhaltspunkte für die Entwicklung einer Spekulationsblase. Die von State Street und MKT MediaStats entwickelte Tagesanalyse der Medienintensität ergab interessanterweise, dass die Diskussion über Spekulationsblasen zwar weiterhin hochaktuell sei und auf erhöhte Sorge in den Medien hinweist, es aber keine Anzeichen dafür gäbe, dass sich die Aktienmärkte derzeit in der Nähe einer Spekulationsblase befinden. Vielmehr gäbe es weiteren Spielraum für den Ausbau von Risikoanlagen durch die institutionellen Anleger.

„Während der Pandemie haben Staatsfonds ihren langfristigen Anlagehorizont genutzt, um von Marktverwerfungen zu profitieren“, erläutert Duncan Bonfield, Chief Executive, IFSWF. „Die Untersuchung zeigt außerdem, dass Staatsfonds nach wie vor nach Anlagemöglichkeiten in Branchen wie Technologie und Healthcare Ausschau halten, die sich während der Pandemie stark entwickelt haben, insbesondere in privaten Märkten, wo die Renditen mit den mehrjährigen Anlagekonzepten der Staatsfonds zusammenpassen. Dieses Vorgehen unterstreicht die institutionelle Disziplin und die Ausrichtung auf langfristige Rendite.“ (aa)

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