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SSF: 20 Maßnahmen für einen zukunftsgerichteten Schweizer Finanzplatz

Die Jahresversammlung von Swiss Sustainable Finance (SSF) bot den Rahmen für die Lancierung des Reports „Proposals for a Roadmap towards a Sustainable Financial System in Switzerland”.

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Sabine Döbeli, CEO von SSF

Alexander Karrer, stellvertretender Staatssekretär, Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF), betonte im anschließenden Referat die Bedeutung internationaler Entwicklungen im Bereich „Green Finance“ und illustrierte die aktive Rolle, die  die Schweiz im Rahmen dieser Prozesse spielt. Mit fünf neu gewählten Board-Mitgliedern hat sich SSF Zugang zu neuen Kompetenzen gesichert, die die Organisation bei der Umsetzung ihrer Strategie unterstützen werden. 

Über 80 Mitgliedervertreter versammelten sich am 14. Juni im Kursaal in Bern zur dritten SSF Jahresversammlung. Fünf neue Vertreter wurden von den Mitgliedern in das SSF-Board gewählt: Roland Dominicé, CEO Symbiotics; Patrick Fankhauser, Head Sales and Business Development, Inrate; Pierin Menzli, Head of Sustainable Investment Research, J. Safra Sarasin; Rochus Mommartz, CEO responsAbility und Andreas Spiegel, Head Group Sustainability Risk, Swiss Re.

Jean-Daniel Gerber, Präsident von Swiss Sustainable Finance, gratulierte den neuen Board-Mitgliedern zu Wahl und äusserte sich zur zukünftigen Zusammenarbeit wie folgt: „Mit den neu hinzugewonnenen Kompetenzen und breiten Erfahrungen ist das SSF-Board bestens aufgestellt, die Umsetzung der Strategie zu begleiten und die Schweiz als führendes Zentrum für nachhaltige Finanzdienstleistungen weiter zu stärken.“
 
SSF informierte über Erfolge im ersten vollen Geschäftsjahr 

Im vergangenen Jahr organisierte SSF bereits sechs Fachmeetings, an denen insgesamt über 500 Personen teilnahmen. Fünf Arbeitsgruppen setzen die verschiedenen strategischen Prioritäten in die Praxis um. So begleitete eine davon die Publikation des ersten Marktberichts zu Schweizer Entwicklungsinvestments. Eine weitere Arbeitsgruppe fokussiert sich auf die Anliegen institutioneller Anleger und bereitet die Publikation eines Handbuchs zu nachhaltigen Anlagen im Herbst 2016 vor.

Der Jahresbericht 2015 bietet Informationen zu diesen und weiteren Aktivitäten und illustriert auch das stetige Mitgliederwachstum. Dazu Sabine Döbeli, CEO von Swiss Sustainable Finance: „Mit Axa Winterthur und dem Schweizerischen Versicherungsverband konnten wir unlängst zwei weitere wichtige Vertreter der Versicherungsindustrie als Partner gewinnen und zählen nun schon über 90 Mitglieder und Netzwerkpartner. Durch Wissensvermittlung und die Bereitstellung praktischer Hilfsmittel unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, ihre Finanz- und Anlageprozesse noch zielgerichteter auf zukünftige Herausforderungen auszurichten.“ 

Lancierung Roadmap-Report mit 20 konkreten Maßnahmen 

Nach der offiziellen Jahresversammlung stand am Nachmittag die Lancierung des Berichts „Proposals for a Roadmap towards a Sustainable Financial System in Switzerland” im Fokus. Sibyl Anwander, Leiterin der Abteilung Wirtschaft und Innovation beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) stellte die 20 konkreten Maßnahmen vor, die von einer breiten Projektgruppe mit Experten aus dem Finanzsektor, der Wissenschaft und von Bundesämtern unter Leitung des BAFU empfohlen werden.

Für die fünf Segmente Asset- und Wealth-Management, institutionelle Investoren, Kreditgeschäft, Kapitalmärkte sowie Forschung und Ausbildung wurden konkrete Handlungsempfehlungen für zukunftsgerichtete Finanzdienstleistungen präsentiert, die Umweltkriterien, soziale Anliegen sowie Fragen der guten Unternehmensführung berücksichtigen. Eine zentrale Forderung ist das Schaffen von Transparenz zur Nachhaltigkeit von Finanzprodukten, während auch die Integration von Nachhaltigkeits-Risiken und 
-Chancen in Anlage, Kredit- und Ratingprozesse als wichtig für langfristigen finanziellen Erfolg gesehen wird. Ein Expertenpanel debattierte die Rolle dieser Vorschläge bei der Stärkung der Schweiz als ein international wichtiges Zentrum für Asset- und Wealth-Management. 

Green Finance als Wachstumschance

In seiner Abschlussrede betonte Alexander Karrer, stellvertretender Staatssekretär des SIF, einerseits die Wachstumschancen, welche neue Geschäftsfelder rund um „Green Finance“ der Schweizer Finanzindustrie bieten. Andererseits hob er die Bedeutung eines besseren Verständnisses von Umweltrisiken im Finanzkontext hervor. Durch die aktive Mitwirkung in der Arbeitsgruppe Green Finance der G20 und in anderen internationalen Gremien kann die Schweiz ihre Expertise einbringen und führenden Schweizer Finanzfirmen eine internationale Plattform bieten. (kb)

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