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SPAC-Boom geht weiter - in Amsterdam mit Ex-Allianz-CFO Dieter Wemmer

Dieter Wemmer ist der jüngste Neuzugang in der Blankoscheck-Industrie. Der frühere Allianz-Finanzchef sucht mit einem Börsenmantel Übernahmeziele in der Versicherungsbranche, in der er drei Jahrzehnte lang selbst wirkte, will Bloomberg News von Informanten erfahren haben.

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Dieter Wemmer startet noch einmal richtig durch - mit einem SPAC.
© Archiv

Dieter Wemmer (64) könnte schon im Mai rund 250 Millionen Euro an der Amsterdamer Börse aufnehmen, war aus den Kreisen zu hören. Mit an Bord bei der Special Purpose Acquisition Company (SPAC) sind Murray Wood und Santiago Corral von Nazare Capital, einer Private-Equity-Firma, die auf die Branche spezialisiert ist.

Insurtechs als Ziel?
Die Manager haben bereits Gespräche mit potenziellen Investoren begonnen und sind auf der Pirsch nach möglichen Übernahmezielen. Besonders interessant seien Versicherungs-Fintechs, zuweilen auch “Insurtechs” genannt, sagten die Personen. Wemmer soll Executive Chairman des SPAC werden, Wood CEO. Bank of America ist als Berater involviert.

Dieter Wemmer im Unruhestand
Er war bis 2017 CFO der Allianz und davor bei der Zurich Insurance Group, wo seine Karriere 1986 begann. Wemmer ist noch Verwaltungsratsmitglied bei der UBS Group und dem dänischen Energiekonzern Orsted. Im vergangenen Jahr tat er sich mit dem Aktivisten Elliott Management Corporation zusammen, um beim niederländischen Versicherer NN Group Änderungen durchzusetzen.

Finanzveteranen und SPACs
Die Reihe von europäischen Finanzveteranen, die auf den SPAC-Zug aufspringen, wird immer länger. Zu den Ex-CEOs zählen etwa der frühere UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier, Martin Blessing von der Commerzbank und von der Credit Suisse Group Tidjane Thiam. Blankoscheckunternehmen sammeln Geld an der Börse ein um damit zu einem späteren Zeitpunkt Firmen zu übernehmen.

Europa im Aufholmodus
Mehr als 300 SPACs sind alleine in diesem Jahr weltweit an die Börse gegangen. Sie haben insgesamt 102 Milliarden US-Dollar eingesammelt, zeigen Bloomberg-Daten. Das ist jetzt schon mehr als im gesamten vergangenen Jahr. In Europa geht der Trend allerdings gerade erst richtig los. (kb)

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