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Sollte die Bonusobergrenze für Banker abgeschafft werden?

Laut Bankexperten der Bayes Business School (ehemals Cass Business School) sollte die Obergrenze für Bankerboni aufgehoben werden. Der britische Schatzkanzler Kwasi Kwarteng erwägt tatsächlich die Möglichkeit, die seit 2014 geltende Obergrenze für Banker-Boni wieder abzuschaffen.

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Roger McCormick, Honorary Senior Visiting Fellow an der Bayes Business School
 
© Archiv

Mit dieser Maßnahme, die darauf abzielt, Londons Attraktivität für ausländische Banken zu erhöhen, will der neue britische Finanzminister Kwasi Kwarteng seine Autorität bereits zu Beginn seiner Amtszeit zur Geltung bringen.

Bayes-Experten zur Abschaffung der Bonusobergrenze für Banker
Roger McCormick, Honorary Senior Visiting Fellow an der Bayes Business School, sprach sich für eine Aufhebung der Obergrenze aus, sofern Bestimmungen zur Eindämmung des sogenannten „rücksichtslosen Verhalten“ (reckless behaviour) in Kraft bleiben. "Ich bin der Meinung, dass jede Einmischung der Regierung in die Frage, wer was bezahlt, eine beträchtliche Belastung darstellt", sagte McCormick.

Wie es zum Boni-Cap kam
Aufgrund der Verbindung zwischen Boni und der rücksichtslosen Risikobereitschaft im Vorfeld der globalen Finanzkrise wurde den Bankerboni eine Obergrenze auferlegt. "Ich glaube jedoch nicht, dass diese Maßnahme jemals dauerhaft sein sollte. Wir sind jetzt von den Ereignissen von 2008 weit entfernt, und die Notwendigkeit einer Obergrenze ist nicht mehr so offensichtlich, daher sollte diese Obergrenze meiner Meinung nach entfernt werden", so McCormick weiter.  Es gebe andere Möglichkeiten, Leichtsinn einzudämmen, und es habe bereits diesbezügliche regulatorische Änderungen gegeben, wie zum Beispiel das Senior Managers & Certification Regime.

Es geht auch um die Frage der Wettbewerbsfähigkeit
London ist ein führendes Finanzzentrum, und um für die Besten attraktiv zu bleiben, sollte man den potentiellen finanziellen Erträgen keine künstlichen und unnötigen Grenzen auferlegen,ist McCormick überzeugt. Aber: "Sollte es Anzeichen dafür geben, dass die Rücksichtslosigkeit zurückkehrt, können wir natürlich die Wiedereinführung einiger Abschreckungsmaßnahmen in Betracht ziehen.“

Überwachung von Exzessen
Das Zentrum für Bankenforschung an der Bayes Business School leitet das Conduct Costs Project, das die Fälle von Fehlverhalten in 20 der weltweit größten Banken überwacht.  Dr. Angela Gallo, Senior Lecturer in Finance an der Bayes University, stimmte Professor McCormick zu und wies darauf hin, dass Obergrenzen für Banker-Boni nur wenig Auswirkungen auf das Verhalten der Banker hätten. "Tatsächlich haben wir seit 2014 immer noch schwerwiegende Fälle von Fehlverhalten von Banken beobachtet, wie das Projekt Conduct Costs berichtet", so Dr. Gallo. "Die Regelung war in diesem Zeitraum in Kraft, hat jedoch das Problem eindeutig nicht wie erwartet gelöst. Die Wettbewerbsfähigkeit ist auch ein zwingendes Argument, selbst im Hinblick auf Nicht-Finanzbranchen, die zunehmend in Konkurrenz zu den Banken stehen - wie etwa der Fintech-Bereich.“ (kb)

 

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