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Soll man sich als Börsianer vor Joe Biden fürchten?

Betrachtet man die letzten 90 Jahre, wie dies der Blogger Ploutos es in einem Beitrag auf der Plattform "Seeking Alpha" kürzlich tat, dann teilen sich Demokraten und Republikaner die Präsidentschaftsjahre fast hälftig. Was die Aktienperformance betrifft, hat jedoch eine die Nase deutlich vorne.

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© Destina / stock.adobe.com

Anlässlich der in dieser und der nächsten Woche anstehenden Parteikonvente, wo die Präsidentschaftskandidaten offiziell nominiert werden, lohnt sich ein Blick in die Geschichte, welche der beiden großen Parteien an der Macht im Weißen Haus sich als besser für die Aktienperformance erwiesen hat.

Der Blogger stellte dabei auf den S&P 500 Index beziehungsweise dessen Vorläuferindizes ab und kam damit auf einen Datenset, das bis 1927 zurückreicht. Das Zeitfenster reicht von der vollen Amtszeit Herbert Hoovers bis zu den aktuellen Aktienmarktrenditen unter Donald Trump. Dargestellt werden die annualisierten Total-Return-Indexrenditen, also Kursgewinne inklusive reinvestierter Dividenden.

Annualisierte US-Aktienmarkt-Rendite je Präsident
Die einzigen drei Präsidenten, die eine negative Aktienrendite über ihre Präsdientschaft hinweg zu verbuchen haben, waren George W. Bush, Richard Nixon und Herbert Hoover. Alle drei sind Republikaner, den Durchschnitt ihrer republikanischen Amtskollegen nach unten ziehen.

Quelle: Ploutos auf Seeking Alpha 

Demokratische Präsidenten liefern mehr Aktienertrag
In der politisch polarisierten Welt, in der wir leben, interessiert, ob eher die Republikaner oder  die Demokraten an der Staatsspitze gut für die Aktienanlage waren. Antwort gibt dir folgende Aufstellung, die einen klaren Sieger kennt: die Demokraten. Würde man die desaströsen Wert von Hoover weg lassen, der mit der großen Depression zu kämpfen hatte, würde das die annualisierte Aktienmarkt-Performance für die republikanischen Amtsinhaber auf 8,8 Prozent heben nud damit den Rückstand auf die Demokraten verringern. 

Dass die demokratischen Präsdienten mit einem Mehrertrag von 7,8 Prozent gegenüber ihren republikanischen Amtsbrüdern vorne liegen, überrasch insofern, als den Republikanern mehr Wirtschaftskompetenz zugeschrieben wird. Aus einem investierten US-Dollar wurde unter den 48 demokratischen Präsidentschaftsjahren ganze 352 US-Dollar, unter den fast 44 Präsidentschaftsjahren der Republikaner bloß neun US-Dollar. 

Ob ein Wechsel von Trump zu Biden, vor dem sich viele an der Wall Street fürchten, weil sie ein Mehr an Regulierung und höhere Steuern erwarten, schlecht für die Aktienerträge der kommenden vier Jahre wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht findet der Machtwechsel ja auch gar nicht statt. (kb)



 

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