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| Theorie
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Solactive untersucht BIP-gewichtete Staatsanleihen-Indizes

In einem kürzlich veröffentlichten White Paper beschäftigt sich der Index-Provider Solactive mit alternativen Gewichtungsmodellen bei Staatsanleihen-Indizes. Nach wie vor sind nämlich marktkapitalisierungsgewichtete Indizes überaus dominant.

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Solactive-CEO Steffen Scheuble
© Solactive

In den letzten 17 Jahren sind Anleihen-ETFs stark gewachsen. Gemäß einer Studie von Ernst & Young (EY) aus 2017 haben sich die Assets under Management von Fixed Income-ETFs 2016 bereits auf 3,5 Billionen US-Dollar belaufen, 2020 sollen es bereits 7,6 Billionen US-Dollar sein.

Market Cap- versus BIP-Gewichtung
Die meisten Rentenindizes folgen einem marktkapitalisierungsgewichteten Ansatz, der auf den Preis des jeweiligen Bonds und sein ausstehendes Anleihevolumen abstellt. Will man die Performance eines bestimmten Anleihenmarktes messen, ist diese Gewichtungsmethode korrekt, da sie die wahre Performance des Marktes widerspiegelt. Mit dem Anstieg der Zahl an Indizes, die nach dieser Methode abgebildet werden, nahm aber auch die Zahl der Kritiker zu.

In der Studie von Solactive analysierte man die nach dem Bruttoinlandsprodukt gewichtete Strategie über den Zeitraum von 2008 bis 2019  anhand des Solactive Broad Global Developed Government Bond Index EUR TR. Dabei stellten die Autoren das Folgende fest.

Erkenntnisse
Für die Bondmärkte der Industriestaaten gilt, dass BIP-gewichtete Staatsanleihenindizes die  nach traditioneller Market Cap-Methode gebildeten Pendants ouperformen. Des Weiteren stellte sich heraus, dass BIP-gewichtete Staatsanleihenindizes von höherer Qualität sind und eine niedrigere Duration aufweisen. Wesentlichster Ertragstreiber eines BIP-gewichteten Staatsanleihenindex ist das Zinsrisiko, Währungseffekte leisten einen geringen Performancebeitrag. (kb)


 

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