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So entwickelten sich Staatsanleihen im Dezember 2020

Die extreme Volatilität bei den Renditen von Staatsanleihen, die den Großteil des Jahres 2020 über vorherrschte, ging im Dezember deutlich zurück, berichtet Tradeweb.

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© styleuneed / stock.adobe.com

Entgegen dem Trend beendete die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe (Gilt) den Monat knapp zwölf Basispunkte tiefer bei 0,19 Prozent. Ein deutlicher Anstieg der Covid-19-Infektionszahlen veranlasste die Regierung dazu, neue Restriktionen zu verhängen, während sie gleichzeitig damit beschäftigt war, einen Brexit-Deal mit der EU auszuhandeln. Auf ihrer geldpolitischen Sitzung am 17. Dezember nahm die Bank of England keine Änderungen an ihrer Geldpolitik vor und beließ den Leitzins bei 0,1 Prozent und das bis Ende 2021 geplante Volumen ihrer Anleihekäufe bei 895 Millionen Pfund.

Europa
In Europa verzeichnete die Rendite der zehnjährigen finnischen Staatsanleihe die größte Bewegung: Sie gab um fünf Basispunkte nach und schloss den Monat bei -0,44 Prozent. Gleichzeitig fielen die Anleiherenditen in den Peripherieländern im Berichtsmonat auf Rekordtiefs, wobei italienische Staatsanleihen am 15. Dezember sogar auf 0,48 Prozent zurückgingen. Nachdem sie mehrere Tage im negativen Bereich gelegen hatten, beendeten die Renditen der zehnjährigen portugiesischen und spanischen Staatsanleihen den Monat bei 0,02 beziehungsweise bei 0,04 Prozent.

Deutschland
Die Rendite der deutschen Bundesanleihe ging dagegen um knapp einen Basispunkt zurück und lag gegen Monatsende deutlich im negativen Bereich (-0,58 Prozent). Bundeskanzlerin Angela Merkel gab strengere Lockdown-Regeln bekannt, um die Zahl der Covid-19-Infektionen zu senken, was Spekulationen um eine Double-Dip-Rezession auslöste. Auf ihrer Dezembersitzung beließ die Europäische Zentralbank den Einlagesatz unverändert bei 0,5 Prozent, entschied jedoch, ihr Pandemie-Notfallkaufprogramm um 500 Milliarden Euro auf insgesamt 1,85 Milliarden Euro auszuweiten.

USA
Auf der anderen Seite des Atlantiks beendete die Rendite der zehnjährigen US-Treasury den Berichtsmonat bei 0,91 Prozent, nachdem sie am 4. Dezember auf 0,97 Prozent gestiegen war – den höchsten Stand seit dem März. Wie in vielen anderen Teilen der Welt werden in den USA neue Einschränkungen für Personen und Unternehmen verhängt, und etwa 20 Millionen Amerikaner erhalten infolge der Corona-Krise nun Arbeitslosenhilfe. Die US-Notenbank Fed erwartet für 2021 ein reales BIP-Wachstum von 4,2 Prozent, während ihre vorherige Prognose mit 4,0 Prozent leicht darunter gelegen hatte. Sie beließ jedoch die Federal Funds Rate innerhalb einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent und sagte, sie würde jeden Monat Anleihekäufe von mindestens 120 Milliarden US-Dollar durchführen, bis weitere Fortschritte im Hinblick auf ihr Beschäftigungs- und Preisstabilitätsziel erreicht seien.

Region Asien-Pazifik 
In dieser Region stieg die australische Rendite um sechs Basispunkte auf 0,97 Prozent. Auf ihrer Dezembersitzung beließ die australische Notenbank ihren Zielzinssatz bei 0,10 Prozent  und betonte ihre Absicht, diesen für mindestens drei weitere Jahre nicht zu erhöhen. In Japan fiel die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe um knapp einen Basispunkt auf 0,02 Prozent. Auf ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung beließ die Zentralbank den Leitzins bei -0,1 Prozent  und betonte, dass sie weiterhin Anleihen kaufen werde. um die Zinskurve zu steuern und die Anleiherenditen im Bereich von null Prozent zu halten. (kb)

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