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Skandal: Marketingaktion soll für gute Stimmung bei Tesla-Aktie sorgen

Ein Asset Manager aus Deutschland berichtet über eine ungewöhnliche Telefon-Aktion, die offenbar darauf ausgerichtet ist, der Tesla-Aktien wieder auf die Sprünge zu helfen.

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© Scharfsinn86 / Fotolia

Der Kurs der Tesla-Aktie bleibt nicht auf seiner schönen Aufwärts-Bahn. Hier will Elon Musk nun wohl durch eine ungewöhnliche Aktion der Tesla-Aktie auf die Sprünge helfen. Offenbar hat Tesla ein Marketing-Unternehmen damit beauftragt, bei Asset Managern für die Tesla-Aktien zu werben. Die Aktie hatte am 19. Juni 2017 ihren bisherigen Höchstkurs von 383,45 USD gesehen und steht per Ende des 9. Februar 2018 bei 315,23 US-Dollar. Mehr als dieser verschmerzbare Kursverlust dürfte Aktienbesitzer sorgen, dass von Teslas Model 3, mit dem sich der Nischenanbieter für Elektroautos zum Massenproduzenten entwickeln wollte, erst 2.400 Stück produziert wurden, da es Schwierigkeiten bei der hochautomatisierten Fertigung gibt. Die Kosten dafür schlagen aber zu Buche, so dass Teslas Zahlen zum 3. Quartal 2017 einen satten Verlust von 619 Millionen US-Dollar ausweisen.

Heiß angepriesene Aktie soll offenbar den Börsenkurs pushen

Ein Asset Manager, der der Redaktion von Institutional Money bekannt ist, erhielt im Januar von der US-Firma Cornerstone Financial Services einen Anruf und anschließend eine Mail. „Nach wie vor empfehlen wir sowohl unseren bisherigen als auch unseren künftigen Kunden, sich in Tesla-Aktien zu positionieren, und zwar für den kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Horizont“, heißt es in der Mail. Mit keinem Wort werden dort die Produktionsschwierigkeiten oder Teslas Verluste erwähnt, sondern vielmehr ein klares Kursziel beschreiben: „Es gibt viele Gründe, den zahlreichen Marktanalysten zuzustimmen, die voraussagen, dass Tesla Inc. im Jahr 2020 eine 1.000-US-Dollar-Aktie sein wird.“ Als „Partner“ der so werbenden Firma Cornerstone Financial Services werden in der Mail CNBC, Finra und CNN genannt.

„Eine solche Marketing-Aktion für eine einzelne Aktie habe ich noch nicht erlebt“, erklärt der Asset Manager. Vielleicht sollte sich Teslas Elon Musk ja mehr um die Beseitigung der  Produktionsschwierigkeiten kümmern anstatt  aggressives Marketing betreiben zu lassen. (ad)

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