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Sind "Green Leases" die Zukunft?

Nach Ansicht von Real I.S.-Vorständin Dr. Pamela Hoerr bieten „Grüne Mietverträge“ Chancen sowohl für umweltbewusste Mieter, als auch nachhaltig agierende Vermieter. Darüber hinaus können institutionelle Investoren damit etwas für ihre Reputation machen.

Real I.S.-Vorstand Dr. Pamela Hoerr
 Dr. Pamela Hoerr, Real I.S.-Vorstand
© REAL I.S.

Die Immobilienwirtschaft hat in den vergangenen Jahren einiges dafür getan, um ihre CO2-Emmissionen zu senken und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. In Zukunft kann dieser Beitrag sogar schon mit der Unterschrift des Mietvertrages beginnen – zumindest, wenn es sich um einen „grünen Mietvertrag“ handelt.

"Das Grundprinzip bei diesen „green leases“ ist, dass Mieter zu einer ressourcensparenden Nutzung der Immobilie angeregt werden und Vermieter zu einer möglichst nachhaltigen Bewirtschaftung. Die Verträge können unter anderem Regelungen zu erneuerbaren Energien, zum Wasserverbrauch, zu den zu verwendenden Materialien oder zur Mülltrennung enthalten", erläutert Real I.S.-Vorstand Dr. Pamela Hoerr, in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Beitrag.

Trend kommt nach Deutschland
Während „Green Leases“ etwa in angelsächsischen Ländern schon seit einigen Jahren verwendet werden, sind sie in Deutschland bis jetzt noch wenig verbreitet. Laut der Definition des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) muss ein Mietvertrag, der in diesem Sinne als grün gelten will, mindestens eine Regelung zu drei Hauptkriterien enthalten, merkt Hoerr an:

Der erste Punkt ist dabei eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung des Mietobjekts. Zweitens soll der Vertrag dazu anregen, Abfälle, Verbrauch und Emissionen zu reduzieren. Und drittens sollen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie andere bauliche Maßnahmen ökologisch vertretbar durchgeführt werden.

Mehr Verwaltungsaufwand?
Neben dieser Basisdefinition können sich besonders umweltbewusste Mieter und Vermieter aber auch auf weitere Klauseln einigen. Möglich sind da beispielsweise eine detaillierte Erfassung des Energieverbrauchs und die Umsetzung von Konzepten zur Energie-Optimierung. Anhand der vom Mieter übermittelten Daten wird dann die Ermittlung der CO2-Bilanz der Mietflächen möglich. Darüber hinaus können in grünen Mietverträgen altbewährte Mittel wie energetische Modernisierungsmaßnahmen vereinbart werden.

Die neuen Verträge bringen jedoch auch gewisse Hürden mit sich. Je nach Land und Assetklasse bedarf es maßgeschneiderter Verträge. Zudem müssen Mieter und Vermieter sich erst einmal darauf einigen, wie „grün“ der jeweilige Vertrag sein soll. Doch der Aufwand lohnt sich Hoerr zufolge, denn die Vorteile dieser Klauseln sind divers:

Zum einen verbessern sie natürlich die Ökobilanz von Mietern und Vermietern. Zum anderen werden nachhaltigere Immobilien für Mieter auch attraktiver. Die erfassten Daten geben einen nützlichen Einblick in den Energie-Verbrauch der Mieter.

Neue Marketingmöglichkeiten
"Und ebenso für das Marketing bieten grüne Mietverträge neue Möglichkeiten für die Immobilien. Zudem kann es zu einer besseren Beziehung zwischen Mietern und Vermietern beitragen, ein gemeinsames Ziel vor Augen zu haben, über das man sich austauscht. Und als Nebeneffekt kann das Ganze natürlich dazu führen, dass das ökologische Bewusstsein aller Beteiligten noch weiter geschärft wird – und auch das allein ist ja schon etwas wert", merkt Hoerr abschließend an. (aa)

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