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SimCorp sieht Europäische Asset Manager auf Wachstumskurs

Eine neue Studie von SimCorp zeigt, dass die Investment-Industrie mit steigenden Mittelzuflüssen plant. Buy-Side-Manager wollen Wachstum in neuen Märkten erzielen. In Deutschland sieht es etwas anders aus: Hier wollen Asset Manager operative Kosten senken und die Automatisierung vorantreiben.

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Ralf Schmücker, Managing Director und verantwortlicher Geschäftsführer für SimCorp in der DACH-Region, kommentiert die Erkenntnisse der Studie: "Wir freuen uns, dass die Branche wieder Mut fasst und nach vorn blickt. Bei allen geopolitischen Unwägbarkeiten sehe ich die Unternehmen gut gerüstet für zukünftiges Wachstum. Als datengetriebene Unternehmen sollten Investmentgesellschaften überdurchschnittlich von Digitalisierungschancen profitieren."
© SimCorp

SimCorp, ein führender Anbieter von Investmentmanagementlösungen und -dienstleistungen für die globale Finanzdienstleistungsbranche, veröffentlicht die Ergebnisse des dritten alljährlichen europäischen InvestOps-Berichts 2019. Die von SimCorp in Auftrag gegebene und von WBR InvestOps unabhängig durchgeführte Studie beleuchtet die Ziele der Asset-Management-Industrie für 2019.

Wachstum vor Kostensenkung – aber nicht in Deutschland
Wichtigste Erkenntnis ist, dass  49 Prozent der europäischen Buy-Side-Firmen dem Eintritt in neue Märkte oberste strategische Priorität im laufenden Jahr widmen. 48 Prozent der Befragten Top-Führungskräfte sehen die Unterstützung von Mittelzuflüssen* ganz oben auf ihrer Agenda. Das Ergebnis deutet auf einen Kurswechsel der Branche in den letzten zwölf Monaten hin: Die Unternehmen versuchen, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Als nächstes steht die Steigerung der Anlageperformance (47 Prozent) auf dem Plan, vor der Senkung der Betriebskosten.

Deutschland tickt anders: Cost Cutting geht vor
Hier unterscheidet sich das Bild der in Deutschland ansässigen Investment-Manager erheblich von ihren europäischen (inklusive UK) Kollegen. Hierzulande steht der Zugang zu neuen Märkten zusammen mit der Kostensenkung auf Platz eins der strategischen Prioritäten für 2019 (jeweils 46 Prozent der Befragten). Unterstützung von Mittelzuflüssen, die Verbesserung der Anlageperformance sowie die Erfüllung von Compliance-Anforderungen finden sich hier auf dem geteilten dritten Platz (je 42 Prozent der Befragten). Interessant: Nur 35 Prozent der operativ Verantwortlichen in Deutschland wollen Investmentmöglichkeiten in alternative und illiquide Anlagen unterstützen. 

Erneuter und schrittweiser Wachstums- und Konsolidierungsschub
Trotz eines turbulenten Jahres mit neuen Regulierungen, geopolitischer Unsicherheit,
Gebührendruck und vielen Übernahmen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die europäische Buy-Side eine Trendwende vollzogen hat, hin zu einer neuen, zukunftsorientierten Perspektive. Während die Bemühungen um Automatisierung (49 Prozent) und die Schaffung einer so genannten Golden Source of Data beziehungsweise eines Investment Book of Record (42 Prozent) weiterhin die primären Ansätze zur Erreichung strategischer Prioritäten sind, belegt die diesjährige Studie einen erneuten und schrittweisen Wachstums- und Konsolidierungsschub, wobei 41 Prozent auch die Einführung von Multi-Asset-fähigen Investitionsplattformen anstreben. 

Regulierung spielt gemischte Rolle im Rahmen strategischer Entscheidungen 
Viele Unternehmen stellen sich den Herausforderungen der Transparenz und Berichterstattung und passen ihre IT-Infrastruktur entsprechend an. Sie haben jedoch zum Teil erhebliche Schwierigkeiten damit, ihre Prozesse schnell genug an neue Regulierungen anzupassen.
Ein Beispiel aus der Befragung zeigt dies deutlich: Bereits im September 2019 tritt die neue Regelung zu Uncleared Margin Rules (UMR) in Kraft. Dennoch haben 62 Prozent der Buy-Side-Operations-Verantwortlichen noch keine Projekte zur Erfüllung der UMR eingeleitet. Dabei gehen die Experten von SimCorp davon aus, dass die Umsetzungsdauer eines solchen Projektes zwölf bis 18 Monate beträgt. 

 "Ich würde mir wünschen, dass wir auch einen positiveren Blick auf die Chancen werfen, die uns die Regulierung bietet", sagt Dr. Ralf Schmücker. "Regulierung will in erster Linie Transparenz schaffen. Und die wiederum schafft Vertrauen bei den Marktteilnehmern. Daher freue ich mich, dass insbesondere die Studienteilnehmer in Deutschland das Thema Compliance als strategisches Investitionsfeld für sich definiert haben." (kb)

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Über die Erstellung der Studie:
WBR InvestOps befragte im Auftrag von SimCorp 100 operativ verantwortliche Führungskräfte der so genannten Buy-Side, also der Branche, die innerhalb der Finanzindustrie für die Kapital- und Vermögensanlage sowie -verwaltung zuständig ist. Diese Vermögensverwaltungs-, Pensions- und Versicherungsgesellschaften mit Assets under Management von jeweils
mindestens zehn Milliarden Euro hat SimCorp in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden befragen lassen.

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