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Siemens Energy will Siemens Gamesa komplett übernehmen

Siemens Energy hat zur Komplettübernahme ihrer angeschlagenen Windenergie-Tochter Siemens Gamesa Renewable Energy eine 4,04 Milliarden Euro schwere Offerte angekündigt. Der Schritt hin zu einem Turnaround des Geschäfts wurde am Markt bereits seit längerem erwartet.

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© Wirestock / stock.adobe.com

Die Lösung der Lieferkettenprobleme bei Siemens Gamesa sei die dringendste Aufgabe, so Vorstandschef Christian Bruch in einem Interview mit Bloomberg Television am Montag. “Das Wichtigste ist, diese zu lösen, und wir glauben, dass die Transaktion dazu beitragen kann, dies so schnell wie möglich zu erreichen”, so Bruch. Die vollständige Integration von Gamesa werde dazu beitragen, Maßnahmen effizienter umzusetzen und die Preissetzungsmacht bei der Beschaffung zu nutzen, sagte er.

Siemens Energy ist an Gamesa derzeit mit 67 Prozent beteiligt. Für die restlichen Aktien wollen die Münchener 18,05 Euro je Gamesa-Aktie in bar bieten. Das Papier stieg in Madrid um 10:26 Uhr um 6,5 Prozent auf 17,84 Euro. Siemens Energy fielen um 0,3 Prozent, die Aktien der Siemens AG stiegen 1,1 Prozent.

Windturbinenehersteller kämpfen mit hohen Kosten
Turbinenhersteller sind mit steigenden Kosten für Energie, Stahl und Kupfer sowie mit Problemen der Lieferkette konfrontiert, was die Gewinne belastet. Der Kern der Schwierigkeiten von Siemens Gamesa liegt in seiner Onshore-Sparte, wo das Unternehmen damit rang, sein neues Turbinenmodell, die so genannte 5.X-Plattform, hochzuskalieren. Bruch sagte, das Unternehmen plane nicht, dass Gamesa das Onshore-Windgeschäft aufgibt.

Übernahme keine Überraschung mehr
Der Aktienkurs von Gamesa war um mehr als 18 Prozent gestiegen, nachdem Bloomberg am Mittwoch berichtet hatte, dass Siemens Energy eine vollständige Übernahme mit dem Ziel erwäge, das Unternehmen von der Börse zu nehmen - ein Plan, den das Unternehmen später bestätigte. Siemens Energy geht davon aus, dass die Transaktion in der zweiten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen sein wird.

“Obwohl die Aktie nun die hohe Wahrscheinlichkeit einer Übernahme widerspiegelt, stellt der Angebotspreis immer noch ein Aufwärtspotenzial von 7,8 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag dar, und wir gehen davon aus, dass die Aktie am Montag entsprechend zulegen wird”, erklärte Bernstein-Analystin Deepa Venkateswaran.

Spekulationen über eine vollständige Übernahme gibt es seit Monaten
Projektverzögerungen und Kostenüberschreitungen haben sich bei Siemens Gamesa gehäuft, was zu mehreren Gewinnwarnungen und einer Aussetzung des Ausblicks geführt hat. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die sich verschlechternde Situation bei Gamesa so schnell wie möglich gestoppt wird und die wertschaffende Neupositionierung schnell beginnt, erklärte Siemens-Energy-Aufsichtsratschef Joe Kaeser.

Synergien sollen gehoben werden
Siemens Energy geht davon aus, dass innerhalb von drei Jahren nach der Integration von Gamesa in das Unternehmen jährliche Synergien in Höhe von rund 300 Millionen Euro erzielt werden können. Diese Einsparungen sollen durch niedrigere Kosten für die gemeinsame Lieferkette und Logistik sowie durch Einsparungen bei Forschungs-, Entwicklungs- und Verwaltungskosten erzielt werden. “Erneuerbare haben eine starke Zukunft”, sagte Bruch. “Die Kombination unserer Geschäfte wird einen starken Marktführer in der Branche schaffen.”

Siemens Gamesa Renewable Energy hat den Sitz in Zamudio bei Bilbao. Die Tochterfirma von Siemens Energy war erst im April 2017 durch die Umbenennung der Gamesa nach deren Fusion mit dem damaligen Bereich Windenergie von Siemens entstanden. Siemens Gamesa gehört neben Vestas, Goldwind und GE Wind zu den größten Produzenten von Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen weltweit. (kb)

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