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Shareholder Value sieht Potential für Jahresendrallye trotz Korrektur

Frank Fischer, CIO der Shareholder Value Management AG, bleibt trotz der jüngsten Korrekturen an den Aktienmärkten vorsichtig optimistisch: „Wir kommen aus einem Superumfeld was Zinsen und Konjunkturerwartungen angeht, deshalb ist die aktuelle Korrektur nicht dramatisch“, betont er.

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Shareholder Value-CIO Frank Fischer kann sich unter bestimmten Bedingungen eine Jahresendrallye vorstellen.
© Shareholder Value AG

Es könne einige Wochen dauern, bis man eine Bodenbildung an den Aktienmärkten sehe. Trotzdem sei das Potential für eine Jahresendrallye gegeben. Entscheidend sei jedoch, dass die Notenbanken jetzt nicht mit stärkeren Zinserhöhungen die Entwicklung abwürgten, so Fischer weiter.

Indikatoren deuten auf Korrektur hin
Für die kommenden Wochen erwartet Fischer zunächst eine Fortsetzung der Korrektur: „Aus technischer Sicht spricht einiges dafür. Der strategische Bias für deutsche und US-Aktien, der die Erwartungen der Anleger für die kommenden sechs Monate wiederspiegelt, ist zwar noch positiv, trübt sich aber bei institutionellen Investoren deutlich ein. Der langfristige Aufwärtstrend im DAX ist gebrochen, damit sehen wir Abwärtspotential von bis zu zehn Prozent. Bei US-Aktien zeigen die Indikatoren ein deutliches Gap zwischen der aktuellen Lage auf Allzeithoch und den weiter fallenden Konjunkturerwartungen. Auch dieses Bild spricht für eine mögliche Korrektur. Der S&P 500 hat ebenfalls den Aufwärtstrend beendet und steuert nun auf 2650 oder sogar 2600 Punkte zu.“

Konjunkturerwartungen belastet
Ein Quartett aus verschiedenen Drohszenarien sieht Fischer als den Auslöser für die derzeitige Entwicklung: „Die Angst vor steigenden US-Zinsen und einem möglichen Handelskrieg der USA mit China sowie die Sorgen um den Budgetstreit in Italien und einen möglichen harten Brexit sind an den globalen Konjunkturerwartungen nicht spurlos vorbei gegangen.“ Dabei sei keiner dieser Belastungsfaktoren unabänderlich. „Hinsichtlich der US-Zinsen reicht möglicherweise schon ein Statement der Fed, um die Lage zu beruhigen. Beim Brexit und in Italien werden wir Kompromisse sehen. In Italien halten einheimische Banken und Pensionskassen hohe Positionen an italienischen Staatsanleihen, damit ist das Drohpotential der Regierung in Richtung Europa begrenzt.“ Schwerer wiegt für Fischer der Handelsstreit zwischen den USA und China: „Der Konflikt ist zuletzt weiter hochgekocht. Aber auch hier dürften wir bald eine Lösung sehen, vor allem weil die Position von US-Präsident nach den Zwischenwahlen vermutlich geschwächt sein wird.“ 

Jahresendrallye aus China?
China könnte nach Fischers Einschätzung auch der Auslöser für eine mögliche Jahresendrallye im vierten Quartal sein: „China will sich keine schwache Wirtschaft leisten, senkt die Zinsen und erhöht damit die Liquidität. Die steigenden Hauspreise stimulieren die Neubautätigkeit, was wiederum die Nachfrage nach Rohstoffen und anderen Produkten stärkt.“ Hinzu kommen weltweit niedrige Vorräte, die im vierten Quartal zu steigenden Aufträgen führen können. 

Bis zur Bodenbildung kann es hingegen noch einige Wochen dauern.
„In der Vergangenheit fanden Korrekturen den Boden, nachdem US-Privatanleger einen Aktienanteil von weniger als 50 Prozent im Portfolio hatten“, so Fischer. „Aktuell liegt der Anteil noch bei rund 70 Prozent, die Anzahl der positiv gestimmten Privatanleger geht dabei aber deutlich zurück.“

Aktienquote durch Hedges gesenkt
In dem von ihm gemanagten Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen hat Frank Fischer in der vergangenen Woche die Nettoaktienquote, auch mit Hilfe von Absicherungen, auf rund 25 Prozent abgesenkt. (kb)

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