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sentix: Überhitzt die US-Konjunktur? Kehrt die Inflation zurück?

Die gute Stimmung für die US-Realwirtschaft führt über steigende Inflations- und Zinserhöhungsängste zu schwächeren Erwartungswerten hinsichtlich der weiteren Kursentwicklung bei Anleihen und Aktien. Darüber hinaus ist das „Lage-Momentum“ laut sentix in Euroland auf dem Rückzug.

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Manfred Hübner, Geschäftsführer von sentix
© sentix

Investoren sehen die konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Weltregionen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das zeigt eine brandaktuelle Befragung von sentix unter rund 925 Anlegern, darunter 245 institutionelle Investoren im Zeitraum 4. bis 6. Oktober 2018.

Dies liegt laut sentix nicht unerheblich an der sehr guten Beurteilung der US-Konjunktur, wo der Asset Manager und Spezialist für Behavioral-Finance-Investments erneut ein Allzeit-Hoch misst. „Dies ruft zunehmend unter den Anleger Inflationsängste hervor, was wiederum die Notenbanken zu einer Fortsetzung der restriktiven Geldpolitik veranlassen dürfte. Hier scheint auch mit ein Grund dafür zu liegen, dass die Erwartungswerte mehrheitlich leicht negativ bleiben“, schreibt sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner in einer aktuellen Kommentierung der neuen sentix-Daten.

Euroland: Lage-Momentum weiter auf dem Rückzug
Die von sentix erhobene Euroland-Konjunktur verzeichnet eine weitere leichte Abkühlung. Der sentix Konjunktur-Gesamtindex fällt im Oktober erneut leicht auf 11,4 Punkte zurück. Hierfür zeichnen laut Hübner die Lagewerte verantwortlich, die sich auf 33,0 Punkte abgeschwächt haben, der niedrigste Wert seit April 2017.

Dennoch stellen diese Daten keine grundsätzlich neue Beurteilung durch die Anleger dar, was sich auch an den kaum veränderten Erwartungswerten zeigt. Ursächlich für die leicht rückläufigen Lagewerte dürfte nach Einschätzung Hübners die Diskussion um die Autobranche in Deutschland und die Unsicherheiten über den künftigen fiskalpolitischen Kurs der italienischen Regierung sein.

Erheblicher Anstieg bei Inflationserwartungen
„Interessant ist in diesem Monat wieder einmal ein Blick auf die sentix Themenbarometer. Hier messen wir einen erheblichen Anstieg der Inflationserwartungen. Der entsprechende Teilindex ist von -24 auf -37,50 Punkte gesunken und liegt damit wieder so hoch im wie Februar 2018. Entsprechend hat sich auch die Erwartung der Anleger an die Notenbankpolitik auf -27,5 Punkte reduziert. Dies ist der niedrigste Stand seit Oktober 2017“, erklärt Hübner.

Investoren gingen demnach davon aus, dass die Rentenmärkte fundamental weiter deutlich belastet bleiben und die Notenbanken, allen voran die FED, ihre geldpolitischen Zügel weiter straffen werden.

Dies belastet aus Sicht der von sentix befragten Anleger sowohl die mittelfristigen Konjunkturerwartungen (negative Erwartungswerte!) und dürfte sich auch auf das Investmentrisiko am Aktienmarkt negativ auswirken.

Deutschland: Stabil trotz fundamentaler Belastungen
Trotz der negativen Diskussionen um die Automobilindustrie und der Fragezeichen hinter dem Fortbestand der aktuellen Regierungskoalition bleiben die deutschen Konjunkturdaten stabil. Die Erwartungswerte können sich sogar auf - 8,8 Punkte erholen. „Die Konjunktur kühlt sich zwar ab, aber ein Einbruch ist noch nicht zu erkennen“, erläutert Hübner.

USA: Lagewerte signalisieren Überhitzung
Vor den anstehenden Wahlen zum US-Repräsentantenhaus präsentiert sich die US-Konjunktur, auch dank der Steuerentlastungen zu Jahresbeginn, weiter in exzellenter Verfassung. Die von sentix gemessenen Lagewerte erreichen nach dem vierten Anstieg in Folge erneut ein Allzeit-Hoch bei 66,5 Punkte.

„Geht es noch besser? In Anbetracht des steigenden Inflationsdrucks, der weiter restriktiv agierenden US-Notenbank und einem Auslaufen des steuerpolitischen Impulses im nächsten Jahr erscheint die zurückhaltende Beurteilung der Konjunkturerwartungen durch die Anleger nachvollziehbar“, erklärt Hübner. (aa)

 

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