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Sechstes Vorsorgeforum Interlaken: Pensionskassen sind stark gefordert

Deren Situation bleibt schwierig: Negative Performance und Zinsen sind Herausforderungen für die Leistungsversprechen. Wie findet man die richtige Anlagestrategie, die der Risikofähigkeit entspricht und eine genügend hohe Rendite erwarten lässt? Sind Immobilien und nachhaltige Anlagen eine Lösung?

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Hanspeter Konrad, Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbands asip
© Archiv

Ronald Biehler, Geschäftsführer der BIEHLER Stiftungsberatungen und Management lud zum 6. Vorsorgeforum Interlaken am 19. März 2019 im Lindner Grand Hotel Beau Rivage Interlaken ein. Das gut besuchte Forum Interlaken berichtete von Aktuellem aus dem Umfeld der beruflichen Vorsorge, beleuchtete die Herausforderungen der Pensionskassen und deren Stiftungsräte, stellt Strategien und Innovationen vor und analysierte neue Wege bei den Kapitalanlagen.

Die Highlights dieser Veranstaltung können Sie einer exklusiven Fotogalerie entnehmen.

Dicke Bretter werden langsam, aber beharrlich gebohrt
Hanspeter Konrad, Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbands asip, verglich die aktuelle Reform der beruflichen Vorsorge mit dem Spiel „Eile mit Weile“ und zeigte den aktuellen Reformumfang auf. Seine Konklusion: „Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich."

Podiumsdiskussion
Diese behandelte aktuelle Fragen aus dem Umfeld der Pensionskassen: Wie soll man mit den derzeitigen Finanzmärkten mit Negativ-Renditen und Negativ-Zinsen in der Praxis umgehen?  Wie beschäftigt die Digitalisierung die Pensionskassen? Auch das Thema der Rentnerkassen führte zu spannenden Diskussionen: Können Rentner mit der heutigen Langlebigkeit überhaupt ausfinanziert werden? 

Anlagestiftungen bieten Mehrwert bei Immobilienanlagen für Pensionskassen
Das zeigte der Vortrag von Dr. Stephan Ph. Thaler, Geschäftsführer der Anlagestiftung Swiss Life, auf. Das durchschnittliche Wachstum bei den Immobilien Schweiz betrug von 2001 bis  2018 im jährlichen Durchschnitt plus 21 Prozent! Die Securitization über Sacheinlagen gilt als attraktive Einstiegsoption bei Anlagestiftungen, wird doch dadurch eine verbesserte geografische, nutzungsspezifische und portfoliobezogene Diversifikation erreicht.

Zinsen bleiben wohl sehr tief
Dr. Franz Wenzel, Anlagestratege für institutionelle Kunden der AXA Investment Managers (AXA IM) stellte die Frage nach der Zinswende. Er räumte mit Mythen auf und verglich die heutige Ausgangslage mit der Situation eines Zauberlehrlings, der die Geister, die er rief, nicht mehr los werde. Auch können die Notenbanken nicht mehr von einem Leitzins ,sondern eher von einen „Leidzins“ sprechen. Seine Schlulssfolgerung war, dass die Zinswende eher eine Fata Morgana sei und des Investors „Leidmotiv“ „Niedrige Zinsen – here to stay“ gelte.

Sustainability
Ein wichtiges Thema der Veranstaltung war "Nachhaltigkeit", in die Johannes Vetsch von SUSI Partners einführte. Vetsch zeigte eindrücklich auf, welche Dimension die Energiewende umfasst. Schließlich waren die Gesamtinvestitionen in Energieinfrastrukturlagen 2016 weltweit bei rund 1,7 Billionen US-Dollar gelegen. Um die Emissionsziele 2050 zu erreichen, wären jährliche Investitionen von über dem Doppelten notwendig. Was nützt es etwa, wenn alle auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umstiegen, aber nirgends Aufladestationen bestünden?  Mittels „Energy that performs“ zeigte Grant Harper von der InvestInvent AG die Investitionsmöglichkeiten in Windenergie auf und verwies auf deren eindrückliche Entwicklung.

Immobilien bleiben auf dem Tapet
Die anschließende Podiumsdiskussion über die Kapitalmärkte bestätigte, dass mittels Innovationen interessante Anlagen möglich sind, auch Immobilien bleiben für Pensionskassen weiterhin ein Anlagethema. Allerdings müsse den sich veränderten Lebens- und Wohntrends Rechnung getragen werden, wie dem Smart Living, das die Bedürfnisse verschiedener Generationen abdeckt.

Holz als Baustoff überzeugt in der CO2-Bilanz
Der abschließende Vortrag von Dipl. Ing. Andreas Burgherr von der Initiative Holz Bern und Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG erläuterte ein realisiertes Großbauprojekt von über 300 Wohnungen, die nur aus Holz bestehen. Dadurch wurden 14.000 Tonnen CO2 dem Kreislauf entzogen, was einem CO2-Ausstoß von 52.238.000 Auto-km (bei einem Verbrauch von 6 Litern Bezin je 100km) oder 1.300 Fahrten um die Erde oder 90 Mal Erde-Mond und retour entspricht.

Vormerktermin
Das 6. Vorsorgeforum Interlaken wurde durch den traditionellen Apéro und anschließenden Businesslunch beendet, bei dem neuen Kontakte geschlossen, Diskussionen geführt und Netzwerke vertieft wurden. Das 7. Vorsorgeforum Interlaken 2020 wird am Dienstag, den 24. März 2020 stattfinden. (ip/kb)

 

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