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Schweizern vergeht die Lust am Bargeld

Immer mehr Eidgenossen zahlen bargeldlos mit Karte oder App, zeigt eine Auswertung der Schweizerischen Nationalbank. Für einen ganz bestimmten Zweck bleiben Scheine und Münzen aber das Mittel der Wahl.

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© Stockfotos-MG / stock.adobe.com

Wenn Schweizer an der Kasse in ihre Tasche langen, holen sie immer häufiger eine Debit- oder Kreditkarte oder direkt das Smartphone heraus statt harter Franken. Das zeigt eine neue Erhebung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Demnach ist die Verwendung von Bargeld bei den Eidgenossen in den vergangenen drei Jahren drastisch gesunken. Im Jahr 2017 wurden noch 70 Prozent aller Einkäufe mit Scheinen und Münzen bezahlt – im Jahr 2020 waren es nur noch 43 Prozent.

Der Einsatz bargeldloser Zahlungsmethoden wie Kreditkarten oder Bezahl-Apps hat stark zugenommen, bestätigt SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg in der FAZ. Das sei nicht zuletzt auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, die dem Onlinehandel mit ihren diversen Lockdowns deutlich Vorschub geleistet hat. Laut Erhebung der Notenbank ist der Anteil von Zahlungen per Debitkarte seit 2017 um die Hälfte gestiegen, auf 33 Prozent. Zum Vergleich: Mit Bargeld wurde, gemessen am Transaktionswert, zuletzt nur noch knapp ein Viertel der Einkäufe bezahlt. Kreditkartenzahlungen verdreifachten sich und hatten zuletzt einen Anteil von 13 Prozent an allen Bezahlvorgängen.

Boom der Bezahl-Apps dürfte sich fortsetzen
Ein besonders rasantes Wachstum verzeichnen Smartphone-Apps wie Apple Pay, Google Pay oder Twint. Gemessen am Transaktionsvolumen und -wert hatten sie im vergangenen Jahr einen Anteil von vier beziehungsweise fünf Prozent an allen Zahlungen. Das ist zwar absolut gesehen nicht viel. Im Jahr 2017 waren solche Anwendungen aber praktisch noch überhaupt nicht im Einsatz. Laut SNB haben inzwischen 48 Prozent der Schweizer Smartphone-Besitzer eine Bezahl-App installiert. Drei Jahre zuvor waren es nur elf Prozent. Experten gehen laut FAZ davon aus, dass das Bezahlen per Handy in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Immerhin: Ganz abgeschrieben haben die Eidgenossen Scheine und Münzen doch noch nicht. Der Sparstrumpf ist weiterhin ein angesagtes Accessoire. Schweizer Privatpersonen halten rund zehn Milliarden Franken (rund 9,12 Mrd. Euro) in Form von Bargeld, meldet die SNB. Das entspricht beachtlichen zwölf Prozent des gesamten Bargeldumlaufs. Nach den Gründen gefragt gaben viele Schweizer an, Cash für Bedarfs- und Notfälle vorrätig haben zu wollen. (fp)

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