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"Schwarzer Montag": Flossbach von Storch sucht nach Crash-Ursache

Der kurze, aber heftige Crash an der Wall Street von 1987 ging in die Kapitalmarktgeschichte ein. Doch was löste den Absturz des Dow Jones eigentlich aus? Und könnte sich Ähnliches wiederholen?

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Der Börsencrash am 19. Oktober 1987 ging als "Schwarzer Montag" in die Weltgeschichte ein und spukt auch heute noch in den Köpfen mancher Anleger herum. An diesem Nachmittag verlor der Dow Jones beängstigende 22,6 Prozent. Folglich brachen auch die Börsen in Europa und Asien ein. Die Spezialisten des Vermögensverwalters Flossbach von Storch (FvS) machen sich auf die Suche nach Gründen für den kapitalen Kurssturz.

Einige Forscher haben sich bereits dem "Schwarzen Montag" gewidmet und die Auswirkungen der Politik des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan untersucht. Mit seinen umfangreichen Steuersenkungen und der Privatisierung vieler Staatsunternehmen kurbelte er die Konjunktur an, steigerte aber auch das Haushaltsdefizit der USA und wertete so den US-Dollar ab. Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Robert Shiller habe die Politik Reagans das Verhalten der Anleger zwar beeinflusst, aber nicht den Crash ausgelöst, stellen die Flossbach-Beobachter fest.

Anleger haben Abwärtsspirale selbst beschleunigt
Stattdessen sah Shiller die Ursache viel mehr im Aktienmarkt selbst: "Es gibt statistische Belege, die darauf hindeuten, dass der Aktienmarkt in gewissem Maße ein Eigenleben hat, das nicht mit den wirtschaftlichen Fundamentaldaten zusammenhängt", zitiert ihn Flossbach von Storch.

Andere Experten vermuten den damals einsetzenden Siegeszug des computergestützten Wertpapierhandels als Crash-Auslöser beziehungsweise Verstärker. Doch auch diese Behauptung lässt sich nicht zweifelsfrei belegen. Die Marktteilnehmer hätten sich in ihrer Hysterie vielmehr gegenseitig beeinflusst. Gesteuert vom Herdentrieb, drehte sich die Abwärtsspirale immer schneller.

Die Absturzursache selbst aber bleibt auch gut 30 Jahre danach nebulös. "Das mag enttäuschen und vielleicht auch bedrohlich wirken, weil auch für andere Crashs kaum eindeutige Ursachen zu finden sind", schreiben die FvS-Kommentatoren. Einziger Trost: Wer zu Jahresbeginn 1987 in den Dow Jones Index investiert, beim Crash die Ruhe bewahrt und erst am Ende des Jahres auf die Schlussnotierung des Index geschaut hätte, wäre mit einer Performance von immerhin 2,26 Prozent belohnt worden, "genau ein Zehntel dessen, was andere Anleger ein paar Wochen zuvor an einem einzigen Tag verloren. (fp/ps)

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