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Schroders: Wohin sich der US-Dollar bewegt

Der Greenback dürfte nach Ansicht von Schroders auf absehbare Zeit tendenziell schwach bleiben. Denn der strukturelle Gegenwind, den die Währung 2020 zu spüren bekommen habe, sei nach wie vor intakt-

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© Feng Yu / stock.adobe.com

Profianleger müssen sich laut Einschätzung von Schroders auf einen weiterhin zur Schwäche neigenden US-Dollar im Verhältnis zum Euro einstellen. Das liegt an mehreren Gründen. „Dies betrifft vor allem die negative US-Leistungsbilanz und hier insbesondere das Handelsbilanzdefizit“, sagt Ingmar Przewlocka, Portfoliomanager des Schroder ISF Global Multi-Asset Balanced. Der Portfoliomanager hat die vorübergehende Dollar-Stärke im ersten Quartal 2021 genutzt, um seine Short-Positionen auf die US-Währung nochmals zu erhöhen.

US-Handelsbilanz ist chronisch defizitär
Das Handelsbilanzdefizit als wesentlicher Treiber der Dollar-Schwäche 2020 wurde Schroders zufolge vor allem davon getrieben, dass die US-Importe sich schneller erholten als in anderen Ländern. „Ein Anstieg des privaten Konsums infolge der fiskalpolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Folgen könnte das Leistungsbilanzdefizit noch vergrößern“, sagt Przewlocka. Um dies auszugleichen, müsse die Nachfrage der Investoren nach US-Vermögenswerten deutlicher ansteigen. „Dies ist angesichts von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Rotation von Growth- hinein in Value-Aktien, erstmal nicht zu erwarten.“

Schulden schwächen
Zudem verweist der Experte auf eine historische Erfahrung: In Industriestaaten schwäche schuldenfinanziertes Wachstum tendenziell die Währung des betreffenden Landes. In Schwellenländern verhalte es sich tendenziell umgekehrt. Schuldenfinanziertes Wachstum sei momentan in den USA der Fall. „Insofern gehen wir von einem erkennbar schwächeren US-Dollar aus und erwarten einen Euro-Kurs von deutlich über 1,25 Dollar in den kommenden Monaten.“

Markttechnik half US-Dollar
Die Erholung der US-Währung im ersten Quartal war nach Ansicht von Schroders unter anderem darauf zurückzuführen, dass die USA die Corona-Pandemie schneller überwunden haben als andere Länder. Darüber hinaus habe es eine gewisse Short-Überpositionierung im Dollar gegeben. „Manche Investoren haben diese abgebaut und Gewinne mitgenommen“, sagt Przewlocka.

So hat sich Przewlocka positioniert
Im Schroder ISF Global Multi-Asset Balanced hat der Portfoliomanager seine Short-Positionen auf die US-Währung nochmals erhöht und würde von einem weiter fallenden Dollar profitieren. Dabei setzt er insbesondere auf das Währungspaar Dollar-Euro. „Denn dort wirken neben der strukturellen Dollar-Schwäche weitere Treiber – unter anderem die bereits erwähnte Rotation in Value-Aktien sowie zyklisches Wachstum – die sich vor allem am europäischen Aktienmarkt finden. Zudem spielen wir die anhaltende Dollar-Schwäche, von der wir ausgehen, auch auf indirektem Wege, beispielsweise über unser Long-Exposure im Rohstoffsektor und über Long-Positionen in ausgewählten Schwellenländer-Währungen.“ (aa)

 

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