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Schroders-Umfrage: Welche Renditeerwartungen Institutionelle haben

Eine von Schroders in Auftrag gegebene Befragung von 750 weltweiten Großanlegern zeigt, wie viel Rendite diese Investorengruppe zukünftig erwartet und wie es mit der Nachhaltigkeit gehalten wird. Dabei wird bestätigt, dass Europa beim Thema ESG erneut zu den Vorreitern gehört.

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Im Rahmen der Institutional Investor Study 2021 hat Schroders weltweit 750 institutionelle Anleger mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt rund 26,8 Billionen US-Dollar zu den Themen Nachhaltigkeit und Renditeerwartungen befragen lassen.

Bedenken hinsichtlich schwacher ESG-Performance im Abnehmen

Unter institutionellen Anlegern nimmt die Sorge ab, dass nachhaltiges Investieren die Rendite schmälern könnte. 38 Prozent der Institutionen äußerten Bedenken im Hinblick auf die Performance nachhaltiger Investments – ein klarer Rückgang verglichen mit 45 Prozent vor einem Jahr und 48 Prozent in 2019 (siehe Grafik).

Europa ist Vorreiter
Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie halten global 52 Prozent der institutionellen Anleger nachhaltiges Investieren für einen wichtigeren Schwerpunkt. Besonders ausgeprägt ist diese Überzeugung in Europa, wo dies sogar auf 62 Prozent der Anleger zutrifft. Demgegenüber gaben nur acht Prozent der Investoren weltweit an, dass sie nicht an die Vorteile nachhaltigen Investierens glauben – deutlich weniger als 2018, als dies noch auf 23 Prozent zutraf.

Sorge wegen Greenwashing
Nach Ansicht der Investoren gibt es allerdings weiter Herausforderungen bei nachhaltigem Investieren. Greenwashing stellt für sie nach wie vor das größte Problem dar und wurde von 59 Prozent als bedeutendstes Hindernis genannt.

„Es ist erfreulich festzustellen, dass die von Investoren lange gehegten Bedenken hinsichtlich der Performance nachhaltiger Investments weiter abnehmen“, kommentiert Andrew Howard, Global Head of Sustainable Investment bei Schroders. „Wir betonen seit vielen Jahren, dass sich nachhaltiges Investieren und eine starke Fokussierung auf robuste Renditen nicht gegenseitig ausschließen. Tatsächlich stehen intelligente Ansätze zu Nachhaltigkeit bei der Erzielung langfristiger Anlagerenditen im Mittelpunkt.“

„Auch institutionelle Anleger in Deutschland und Österreich messen nachhaltigen Investments eine zunehmend hohe Bedeutung bei“, so Carlos Böhles, Leiter institutionelles Geschäft bei der Schroder Investment Management (Europe) S.A., German Branch. „Wichtig ist es daher, messbar nachhaltige Resultate mit den gewählten Anlagen zu erreichen und die erzielten Ergebnisse transparent und nachvollziehbar an die Kunden zu berichten, um das Vertrauen in diese zukunftsorientierte Anlageform weiter zu stärken.“

Höhere Renditeerwartungen
Da die institutionellen Investoren ihren Blick zunehmend auf die Zeit nach der Pandemie richten, sind die Renditeerwartungen innerhalb der vergangenen zwölf Monate gestiegen: 82 Prozent der weltweiten Anleger erwarten in den nächsten fünf Jahren eine Rendite von mindestens vier Prozent pro Jahr, 47 Prozent der Investoren rechnen mit mehr als sechs Prozent p.a. und 13 Prozent der Anleger gehen sogar von über neun Prozent jährlich aus. Damit zeigten sich die Investoren optimistischer als im Vorjahr.

„Die verbesserten Aussichten für die Weltwirtschaft haben sicherlich Einfluss, und die Investoren machen sich allmählich Sorgen über einen Entzug von Liquidität durch eine Verschärfung der Geldpolitik“, sagt Keith Wade, Chefvolkswirt bei Schroders. „Darin kommen wahrscheinlich Inflationsängste zum Ausdruck, wenngleich die Erwartung besteht, dass die äußerst niedrigen Zinssätze erhalten bleiben werden.“ (aa)
 

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