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Schroders erachtet diesen Aktienmarkt als "Sweet Spot"

Laut der britischen Fondsgesellschaft bestehen für japanische Aktien gute Aussichten in den kommenden Monaten. Vor allem in Zeiten steigender Zinsen spielt das Land der aufgehenden Sonne seine Stärken aus und kann damit einen wertvollen Beitrag zur Portfoliostabilisierung liefern.

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© vacant / stock.adobe.com

Japan ist nach Ansicht der Fondsgesellschaft Schroders momentan einer der besonders interessanten Aktienmärkte. „Die meiste Zeit dieses Jahres waren japanische Aktien im Vergleich zu anderen Regionen weniger spannend“, sagt Ingmar Przewlocka, Fondsmanager des Schroder ISF Global Multi-Asset Balanced. „Doch der Rücktritt des ehemaligen Premierministers Suga hat wie ein Katalysator gewirkt. Denn damit ist die Wahrscheinlichkeit deutlich gestiegen, dass die wirtschaftsfreundliche Partei LDP in der Regierungsverantwortung bleibt.“ Zudem seien japanische Aktien günstig bewertet, und der Makro-Ausblick sei positiv. „Das kommt Investoren entgegen, die weiterhin auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten sind.“

Fünf Gründe sprechen für Japan
Fünf Aspekte des Makro-Ausblicks hält Przewlocka für besonders vielversprechend:
Erstens die Entwicklung der Unternehmensgewinne. Diese hätten im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum äußerst stark zugelegt, und die Margen lägen auf Rekordniveaus. „Das Investitionsniveau der Firmen ist nach wie vor relativ hoch, getrieben von der Gewinnerholung und fiskalischen Maßnahmen. Zudem dürfte die Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe steigen, wenn Unternehmen ihre Lagerbestände im kommenden Jahr wieder erhöhen.“

Als zweiten Aspekt nennt der Experte die Aussicht auf eine Wiederöffnung der japanischen Wirtschaft infolge des Impffortschritts. Schroders verweist darauf, dass das Land bis Ende 2021 Herdenimmunität erreichen könnte. Angesichts dessen ist Przewlocka optimistisch, dass sich die aufgestaute Konsumnachfrage bald entfalten kann: „Unsere Research-Experten gehen davon aus, dass die japanische Wirtschaft an Fahrt aufnimmt und 2022 um 2,8 Prozent wächst – nach 2,2 Prozent in diesem Jahr.“

Drittens könnten die anstehenden Unterhauswahlen in Japan, die für den Herbst 2021 geplant sind, eine positive Wirkung auf den heimischen Aktienmarkt entfalten. „In der Vergangenheit haben Wahlen den japanischen Markt in der Regel deutlich stimuliert.“ Bereits im Vorfeld, nach Sugas politischem Rückzug, hatte das Leitbarometer Topix zugelegt.

Viertens seien im Zusammenhang mit einem wahrscheinlichen Wahlsieg der LDP weitere fiskalische Maßnahmen zu erwarten, um die Wirtschaft auch künftig zu stimulieren.

Der fünfte Aspekt ist das Umfeld global betrachtet steigender Zinsen. „Der japanische Aktienmarkt hat sich historisch gesehen besonders gut entwickelt, wenn die globalen Zinsen gestiegen sind“, sagt der Fondsmanager. „Das ist typisch für einen zyklischen Value-Markt wie Japan.“

Positives Fazit
Dementsprechend fällt Przewlockas Sicht auf Japan unter dem Strich sehr positiv aus: „Der japanische Aktienmarkt ist eine unserer Kernüberzeugungen, auch längerfristig. Es ist gewissermaßen ein ,Sweet Spot‘ für Anleger. Wir gehen davon aus, bereits bestehende Positionen dort zu erhöhen – idealerweise nach einem möglichen Rücksetzer, wenn sich besondere Einstiegsgelegenheiten ergeben.“ Dabei setzt der Fondsmanager auf den breiten Markt, weil er verbreitet Chancen erkennt. (aa)

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