Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Starcapital-Chef Schlumberger befürchtet Depression in Deutschland

Der Höhenflug an der Börse ist längst vorbei, der Start ins Jahr war historisch schlecht. Die Aussichten für den Rest von 2022 sind angesichts steigender Zinsen und wenig Liquidität düster, sagt Manfred Schlumberger von Starcapital. Falls das Gas abgedreht werden sollte, droht eine Depression.

Manfred Schlumberger, Starcapital
Manfred Schlumberger, Starcapital: "Die harte Lockdown-Politik zur Bekämpfung des Omikron-Virus lastet schwer auf der Konjunktur."
© Starcapital

Nach den historisch schlechten Auftaktmonaten des aktuellen Börsenjahres erwartet Manfred Schlumberger, Vorstand des Vermögensverwalters Starcapital, auch für das restliche Jahr 2022 nichts Gutes. Steigende Zinsen, wenig Liquidität, Corona-Lockdowns in China und ein Energie-Embargo gegenüber Russland dürften seiner Meinung für weiter fallende Kurse sorgen. "Die konjunkturellen Frühindikatoren deuten weltweit auf eine wirtschaftliche Abschwächung hin", sagt der Anlageexperte.  

Einige Branchen lohnen sich dennoch für Investments. Beispielsweise der Energiesektor: Fossile Ölunternehmen realisieren weiter "horrende Gewinne" bei "anhaltend niedriger Bewertung", analysiert Schlumberger und erwartet weitere Kursgewinne. Sollte das Energieembargo gegen Russland kommen, könnten sich diese Unternehmen als Absicherung erweisen. Auch Titel der Agrar-, Nahrungsmittel- und Rüstungsbranche profitieren von der aktuellen geopolitischen Lage, da sie steigende Energiepreise auf die Kunden umlegen können, so Schlumberger. Ebenfalls zu den Gewinnern könnte der Rohstoffsektor zählen, insbesondere Metalle. Vorsicht ist bei "nicht oder weniger profitablen Technologieunternehmen" angesagt, meint der Starcapital-Vorstand.

Drepression in Deutschland, falls kein Gas mehr
Schlumberger beunruhigen besonders die Entwicklungen in China. "Die harte Lockdown-Politik zur Bekämpfung des Omikron-Virus lastet schwer auf der Konjunktur", sagt er. Auch der Krieg in der Ukraine hinterlässt seine Spuren: Europa sei aus wirtschaftlicher Sicht Hauptleidtragender des Krieges in der Ukraine. "Kommt es gar zu einem Gas-Embargo, egal von welcher Seite, ist mit einer schweren Rezession, wenn nicht sogar einer Depression zu rechnen", warnt Schlumberger.  

Für die USA sind die Prognosen des Experten weniger düster. Denn anders als Europa profitieren die USA seiner Meinung nach wirtschaftlich vom Krieg in der Ukraine. "Die Gewinne von Rüstungs-, Agrar- und fossilen Energiekonzernen werden weiter massiv steigen", prognostiziert er. Für die US-Konjunktur erwartet er trotz des schwächelnden weltweiten Wirtschaftswachstums ein moderates Wachstum. (fp)

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren