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Rückkehr der Konvexität ist positiv für Wandelanleihen

Inflation, Zinsen, Lieferkettenprobleme, Ukrainekrieg – das erste Quartal kannte kaum gute Schlagzeilen und die Probleme setzten alle Anlageklassen unter Druck. Wandelanleihen bildeten dabei keine Ausnahme, doch sollte man die Hoffnung für 2022 noch nicht aufgeben, so die Experten von Lazard AM.

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Arnaud Brillois, Portfoliomanager und Analyst bei Lazard Asset Management und Leiter des Global Convertible-Teams
© Lazard Asset Management

Arnaud Brillois, Portfoliomanager und Analyst bei Lazard Asset Management und Leiter des Global Convertible-Teams, sieht dennoch gute Chancen für eine positive Entwicklung im Jahr 2022. 

Einfluss der makroökonomischen Faktoren sollte nachlassen
Damit würden Fundamentaldaten wieder wichtiger für Anlageentscheidungen werden. Von einer solchen Verschiebung der Prioritäten würde der Markt für Wandelanleihen profitieren. Arnaud Brillois führt aus: "Denn in einer Überprüfung der jüngsten Quartalsergebnisse konnten wir erkennen, das über 73 Prozent der im Refinitiv Global Focus Convertible Index enthaltenen Unternehmen die Umsatzerwartungen übertraf. Darin zeigt sich, wie solide diese Unternehmen sind. Außerdem sind sie wenig direkt vom Russland-Konflikt betroffen und profitieren von der starken Dynamik der Nach-Covid-Phase. Daher rechnen wir auch in den kommenden Quartalen mit guten Ergebnissen."

Unternehmensbewertungen deutlich attraktiver als noch vor zwölf Monaten
Mittelgroße Technologiewerte, die wichtige Emittenten von Wandelanleihen sind, haben seit Februar 2021 bereits stark korrigiert. Ihre Kurse sind häufig auf Vor-Covid-Niveau zurückgefallen, obwohl ihre Umsatzzahlen in diesem Zeitraum deutlich gestiegen sind.

Wirklich überzeugend sind derzeit die Strukturen von Wandelanleihen
Noch nie gab es so viele konvexe Wandler. Hohe Konvexität bedeutet, dass Titel an Aktienerholungen partizipieren und gleichzeitig den Abschwung während künftiger Korrekturen abmildern können. Außerdem erachten wir die Bewertungen globaler Wandelanleihen als günstig, da sie insgesamt mit einem Abschlag auf ihren fairen Wert (intrinsic value) gehandelt werden.

Der Wind dreht zugunsten von Wandelanleihen
Nachdem die Zinsen im ersten Quartal weltweit bereits kräftig gestiegen sind, könnten in der zweiten Jahreshälfte Basiseffekte, ein Überangebot an Lagerbeständen und eine Verbesserung der Lieferketten zu einer nachlassenden Inflation führen. "Entsprechend könnten weniger aggressive Zinserhöhungen beschlossen werden, als bereits eingepreist sind – für die USA zum Beispiel 150 Basispunkte bis zum Jahresende. Selbst wenn dies nicht geschieht, sind Wandelanleihen auch in einem Umfeld steigender Zinsen im Vergleich zu anderen Anleihen gut aufgestellt, da sie in der Regel kürzere Laufzeiten aufweisen und weniger zinssensitiv sind", führt Brillois ins Treffen. 

Fazit
Zusammengefasst sind Brillois und seine Kollegen der Ansicht, dass nach einem schwierigen Quartal für Risikoanlagen die Makro- und Geopolitik für den Rest des Jahres weniger Einfluss haben könnte. Daraus würde ein günstiges Umfeld für Wandelanleihen resultieren, in dem die Anlageklasse gut positioniert ist. Dank starker Fundamentaldaten, attraktiver Bewertungen und überzeugender Wandelanlagestrukturen können Wandler in den kommenden Monaten wieder eine deutlich bessere Performance erzielen. (kb)

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