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Rückenwind oder Gegenwind? Wie starten wir in die neue Dekade?

Da sich die Anlegerstimmung gerade deutlich ins Positive bewegt, sollte man vorsichtig agieren, denn Sorglosigkeit macht die Märkte anfällig für temporäre Korrekturen. Auslöser kann es viele geben, wie die letzten Tage gezeigt haben. Man solle daher risikoadjustiert investieren, sagt Robert Beer.

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Mit positiven Grundtenor geht Dipl.Ing. Robert Beer (Bild) ins Jahr 2020, er
ist für europäische Aktien aus bewertungstechnischen Gründen positiv gestimmt. Beer weiter: "Die US-Präsidentschaftswahl dürfte per Saldo positiv auf die Aktienmärkte wirken. Und auch der Handelskonflikt wird die Märkte weiter beschäftigen, aber unterm Strich eine positive Entwicklung nehmen, wobei der große Durchbruch kaum zu erwarten ist."
© Robert Beer Investments

Die Sorgenfalten aus dem Dezember haben sich Großteils gelegt, und bei vielen Konflikten stehen die Zeichen auf Entspannung. So hat sich im Dezember mit Vereinbarung des „Phase-1-Deals“ die Hoffnung auf ein Abebben des Handelskonflikts merklich erhöht. Auch der Brexit kann nach dem Wahlergebnis in Großbritannien nun endlich über die Bühne gehen. Und eine drohende Rezession scheint - dank sich bessernder Konjunkturdaten - aktuell kein Thema mehr zu sein.

Zahlen überzeugen
Statt dessen können Investoren einen Blick auf die harten wirtschaftlichen Zahlen richten. Und die sind durchaus positiv. So signalisieren die Arbeitsmarktzahlen in den USA aber auch in Deutschland weiterhin eine starke wirtschaftliche Aktivität. Lediglich der Automobilsektor spürt nach vielen starken Jahren eine Schwächephase. Hier, wie auch beim Export, sollten sich die Aussichten im Laufe des Jahres wieder aufhellen. Währenddessen sollten die Zahlen bei Konsum und Bau dank Beschäftigung und Zinssituation stark bleiben.

Allerorts geldpolitische Unterstützung
Die US-Notenbank hat nach der 180°-Kehrtwende im letzten Jahr angekündigt, expansiv zu bleiben und bis Sommer 60 Milliarden US-T-Bills pro Monat zu kaufen. Ein Ende dieser Käufe sowie Zinsanhebungen – gerade vor der US-Wahl -  seien nicht zu erwarten, so Beer Auch in Europa, Japan und China stellten die Notenbanken extrem viel Liquidität bereit und hätten angekündigt, dass eine Straffung nicht in Sicht sei.  

Long only? Ja, aber risikoadjustiert!
Für die Aktienmärkte ist seit Jahren die Notenbankpolitik und die daraus resultierende Liquidität entscheidend. Kein Wunder also, dass die Aktienmärkte sehr gut gelaufen und – trotz des Anstiegs - auch die Aussichten alles andere als schlecht sind. Beer: "Gerade europäische Standardwerte sind in den letzten fünf Jahren kaum gestiegen und werden aktuell mit dem langfristigen Durchschnitt bewertet. Hinzu kommt eine attraktive Dividendenrendite. Viele Marktteilnehmer stehen unter enormen Renditedruck, sind zudem unterinvestiert und wollen beziehungsweise. müssen demnächst kaufen."

Vorsicht bei Techs und illiquiden Startups
"Viele IPOs der vergangenen Monate haben massiv enttäuscht. Am Fall von WeWork und Uber kann man erkennen, wieviel heiße Luft teilweise in den Bewertungen enthalten ist. Nicht unerwähnt sollte zudem die Abhängigkeit von den „Top Five“ bleiben. Apple, Microsoft, Alphabet, Facebook und Amazon stehen inzwischen für über 16 Prozent des S&P 500. Das ist ein Wert, der in den letzten 30 Jahren nur 1999 erreicht wurde und bei diesen Aktien zur Vorsicht mahnt", führt Robert Beer in der Skizzierung seines "Big Picture" aus. Und: "Diese  Befürchtung muss man bei fundamental und qualitativ hochwertigen Blue Chips aus Europa derzeit nicht haben."

Buy the dip
Daher sieht man bei Robert Beer Investments die kommenden Jahre besonders für europäische Aktien positiv. Vor dem Hintergrund jederzeit möglicher Störfeuer aus der Politik und aufgrund der allgemeinen Sorglosigkeit sollten Investoren jedoch Anlagen mit aktivem Risikomanagement, wie sie Robert Beer anbietet, bevorzugen und generell Rücksetzer als Einstiegs- und Nachkaufgelegenheit sehen. (kb)

 

 

 

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