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Reyl & Cie: Warum Kernenergie ein nachhaltiges Investment ist

Für Nicolas Pelletier, Investment Manager, bei Reyl & Cie in Genf hat Atomkraft aus Sicht der CO2-Emissionen durchaus eine Berechtigung als Nachhaltigkeitsinvestment. Schließlich hat sich auch Bill Gates positiv zur Atomkraft geäußert.

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Atomkraftwerke stoßen keine Traubhausgase aus und sind damit eine Alternative bei der Energiewende.
 
© Christian Schwier/stock.adobe.com (Symbolfoto)

Die globale Erwärmung ist ein großes Risiko, und die Produktion von sauberer Energie ist eine der Antworten auf diese Herausforderung. Heute entfallen laut der Internationalen Energieagentur 63 Prozent der weltweiten Stromerzeugung auf fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas, elf Prozent auf Kernkraft, 15 Prozent auf Wasserkraft und fast elf Prozent auf saubere Energien wie Sonne, Wind, Erdwärme und Biomasse. "Auch wenn Wind und Sonne die besten Lösungen zu sein scheinen und von immer größeren Investitionen profitieren, hören diese Energiequellen ohne Wind oder Sonne auf, selbst wenn sie mit Batterien gekoppelt sind", erinnert Nicolas Pelletier, Investment Manager, bei Reyl & Cie in einem Kommentar.

Prominenter Unterstützer
Bill Gates unterstützt in seinem neuesten Buch "Klima: Wie man eine Katastrophe vermeiden kann, Die aktuellen Lösungen. Die notwendigen Innovationen" eine Position zugunsten der Kernenergie. Ihm zufolge läuft ein Kernkraftwerk 24 Stunden am Tag und steht sehr selten still. Strom aus Kernenergie ist mit am günstigsten zu produzieren und stößt kein CO2 aus. Die Kilowattstundenproduktion ist reichlich und regelmässig. Die Kernenergie wird es ermöglichen, die Produktion von Elektrizität mit fossilen Brennstoffen zu ersetzen und auf den Anstieg des Stromverbrauchs in Verbindung mit Elektrofahrzeugen zu reagieren, was ebenfalls eine Lösung zur Bekämpfung der globalen Erwärmung darstellt. 

Nachteile der Kernenergie
Die Kernkraft leidet jedoch unter zwei Problemen: der Abfallbehandlung und Unfällen. Aktuell werden zur Vermeidung von Abfall neue nukleare Produktionstechnologien entwickelt, zum Beispiel mit dem ITER-Projekt, dem internationalen thermonuklearen Versuchsreaktor. Die neue Technologie wird dieses Problem bis 2030 mit der Kernfusion lösen, die langfristig keinen radioaktiven Abfall produziert.

Die US-Firma TerraPower entwickelt eine Klasse von Kernreaktoren, die sogenannten Wanderfeldreaktoren. Was die nuklearen Unfälle betrifft: Die bekannte Fälle Three Mile Island in den USA, Tschernobyl und Fukushima haben sie uns trotz ihrer Schwere erlaubt, zu lernen, Fehler zu korrigieren und die nukleare Stromerzeugung zuverlässiger zu machen.

"Die Kernenergie bleibt eines der notwendigen Mittel, um reichlich saubere Energie zu erzeugen und die globale Erwärmung zu begrenzen", resümiert Pelletier. (aa)

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