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Rekordhoher Spread hat massive Marktauswirkungen

Der Zinsabstand zwischen zweijährigen US-Staatsanleihen und zweijährigen Deutschen Bundesanleihen erreicht den höchsten Stand seit 1990. Diese Renditedifferenz hat Auswirkungen auf die großen Kapitalströme und insbesondere das Währungspaar US-Dollar und Euro. Davon hängen viele andere Kurstrends ab.

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© Marco2811 / stock.adobe.com

Der Euro tritt im Grunde auf der Stelle. Es sei laut einer Markteinschätzung von "Bloomberg" unwahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank eine rettende Hand reicht, wenn die geldpolitischen Entscheidungsträger in dieser Woche zusammenkommen.

Vieles spricht für weiterhin niedrige Zinsen im Euroraum und einen schwachen Euro
Analysten erwarten zwar, dass die Gemeinschaftswährung im Laufe des Jahres zulegen wird. Doch ist die Überzeugung wackeliger geworden, denn die Strategen haben in letzter Zeit ihre Prognosen heruntergeschraubt. Der Euro sank, nachdem die EZB Mitte Juni die Erwartungen für eine geldpolitische Straffung Anfang 2019 zunichte machte. Seitdem haben sich die Handelskonflikte verschärft und die Kerninflation im Euroraum wurde nach unten revidiert, was der EZB wenig Anreiz gibt, ihren Kurs in nächster Zeit zu ändern.

300 Basispunkte Differenz gab es schon lange nicht mehr
Die geldpolitische Divergenz zwischen der Federal Reserve und der EZB ist ein weiterer Faktor, der die Begeisterung für den Euro dämpft. Die kurzfristigen Anleiherenditen, die in der Regel sensibler gegenüber sich ändernden geldpolitischen Ansichten sind, favorisieren den Dollar: Die zweijährige Renditedifferenz zwischen US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen weitete sich in der vergangenen Woche auf mehr als 300 Basispunkte aus - die größte Differenz laut Daten, die zurück bis 1990 reichen (siehe nachfolgende Grafik).

Höhere (Nominal)-Rendite spricht für den US-Dollar
Der Euro hat sich in diesem Jahr bisher um etwa 2,5 Prozent abgeschwächt und ist seit Mai auf eine etwa 300 pip-Spanne beschränkt. Die Währung notierte laut Bloomberg am Montag bei 1,1717 Dollar. Die Median-Prognose in einer Bloomberg-Umfrage besagt, dass der Euro bis Ende dieses Jahres auf 1,1800 Dollar steigen wird, aber diese Schätzung liegt niedriger als die noch im Mai prognostizierten 1,2600 Dollar.

Sorgen, dass sich der derzeitige Zollstreit zwischen den USA und China in einen Währungskrieg wandeln könnte, dürften die EZB beunruhigen. Die geldpolitischen Entscheidungsträger "werden sich auf die mögliche Kommunikation über das kurzfristige Abwärtsrisiko konzentrieren, das sich aus Protektionismus ergibt", schrieben Analysten der Danske Bank um Piet PH Christiansen, in einer Einschätzung. (aa)

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