Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Vermischtes
twitterlinkedInXING

Regulierung treibt institutionelle Investoren in Geldmarktfonds

Laut einer Umfrage von State Street Corporation wollen rund 75 Prozent der befragten Großanleger Geldmarktfonds stärker einsetzen. Das hat gute Gründe.

gouvernante.jpg
© Fotolia / Institutional Money

Eine Studie der State Street Corporation zeigt, dass fast drei Viertel der befragten institutionellen Investoren beabsichtigen, Geldmarktfonds zusätzlich zu Bankeinlagen verstärkt zu nutzen. Der Grund hierfür sind Regulierungsmaßnahmen wie Basel III, die viele Banken dazu bewegen, nicht-operative Einlagen aus den Bilanzen zu nehmen. Die Umfrageteilnehmer setzten sich zusammen aus institutionellen und alternativen Investoren, unter anderem aus den Bereichen Hedgefonds, Immobilien und Private Equity. Insgesamt beteiligten sich 82 Personen. Die Umfrage wurde im Januar 2018 durchgeführt.

Der wichtigste Treiber dieser Entwicklung ist laut Ansicht von 40 Prozent der institutionellen Investoren, dass Zinsen auf Bankeinlagen in diesem Jahr weiter fallen werden. Alternative Instrumente zur Bargeldhaltung wie Geldmarktfonds, die eine potentiell höhere Verzinsung bieten, gewinnen aus diesem Grund zunehmend an Attraktivität. Etwas mehr als 40 Prozent der befragten institutionellen Investoren erwartet zudem, dass bis 2021 der Fokus der Anleger auf die Segmentierung von Barmitteln zunehmen wird, während nur vier Prozent mit einem Rückgang rechnen.

Neue Regeln haben Auswirkungen
Außerhalb von Basel III skizzieren neue Regelwerke revidierte Standards bezüglich Liquidität- und Kreditqualität wie etwa die Geldmarktfondsreform der Europäischen Union, die am 21. Juli 2018 für neue Fonds in Kraft treten und am 21. Januar 2019 auch für die Umwandlung bestehender Fonds gelten wird. Die Reform wird Vermögenswerte in Höhe von einer Billion Euro betreffen.

Laut der Studie rechnen 45 Prozent der Befragten damit, dass Investoren die Art der Verwendung von Geldmarktfonds als direkte Folge dieser Reform umfassend überprüfen werden. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer sind zudem der Ansicht, dass die neuen Regeln dazu beitragen werden, dass mehr europäische Vermögenseigentümer ihre Investitionsstrategie ändern werden, um Anlagen in Geldmarktfonds mit variablem Nettovermögenswert zu ermöglichen.

„Das neue Regelwerk der EU für Geldmarktfonds sorgt für größere Klarheit in der Branche. Unsere Untersuchung verdeutlicht, dass die Reformen ein Katalysator für Cash Manager sind, um ihre Verwendung dieser Anlageklassen in ihren Investitionsportfolios zu überprüfen“, sagte Peter McHugh, Leiter von Fund Connect für EMEA und APAC bei State Street.

„Geldmarktfonds sind schon seit langer Zeit ein Kernanlageprodukt für Investoren, die eine Lösung für die kurzfristige Liquiditätshaltung benötigen“, sagte Gunjan Chauhan, Leiter des EMEA Cash Business im Bereich Global Cash bei State Street Global Advisors. „Die Reform zielt darauf ab, die Stabilität zu verbessern und legt den Schwerpunkt unverändert auf Liquidität und Kapitalerhaltung. Wir werden dabei durch eine enge Zusammenarbeit und Unterstützung sicherstellen, dass die Auswirkungen dieser Reform auf unsere Anleger so gering wie möglich ausfallen. Als globaler Akteur im Liquiditätsmanagement sind wir nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Geldmarktfondsreform in den USA gut aufgestellt, um Anleger durch die Geldmarktfondsreform der EU zu navigieren.“ (aa)

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen