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Raiffeisen beflügelt von Russland-Gewinnen dank starkem Rubel

Die Aufwertung des Rubels hat das russische Kreditbuch und die Gewinne der Raiffeisen Bank International im zweiten Quartal in die Höhe getrieben. Das verdeutlicht einmal mehr das Dilemma der österreichischen Bank mit ihrer äußerst profitablen, aber politisch problematischen Moskauer Tochter.

Johann Strobel, RBI
Dr. Johann Strobel, CEO der RBI
© studio@davidsailer.com

Die Währungsgewinne steigerten den Kreditbestand um 7,3 Milliarden Euro, obwohl die Kundenkredite auf Rubel-Basis um 22 Prozent schrumpften, wie es in einer Präsentation zu den Ergebnissen der Bank hieß, aus der Bloomberg News zitiert. Auch bei der italienischen UniCredit hatten Gewinne der Russlandsparte das Ergebnis verbessert. 

Das Kreditinstitut hob seine Prognose für die Eigenkapitalrendite auf den Rekordwert von mindestens 15 Prozent an, nachdem der Gewinn im zweiten Quartal fast doppelt so hoch ausfiel wie die durchschnittliche Analystenschätzung in einer Bloomberg-Umfrage. Zuvor hatte die Bank eine Rendite von acht bis zehn Prozent erwartet.

Die Bank verzeichnete in dem Quartal “außerordentlich hohe” Erträge aus dem Handel mit Währungen, einschließlich des Rubels. Die internationalen Sanktionen haben die Zahl der Banken, die Zugang zum russischen Markt haben, eingeschränkt.

Was tun?
Seit dem Angriff von Präsident Wladimir Putin auf die Ukraine macht sich Raiffeisen Gedanken über die Zukunft seiner profitabelsten Tochtergesellschaft. Die Aktien der Bank haben in diesem Jahr mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren, und die Ungewissheit über die Aussichten hat das Management gezwungen, eine Dividendenzahlung auszusetzen. Am Dienstag legte die Raiffeisen-Aktie um zeitweise 7,6 Prozent zu. Einen so deutlichen Kursgewinn gab es seit Anfang Mai nicht mehr. 

Raiffeisen prüft nach eigenen Angaben weiterhin alle Optionen für die russische Einheit, einschließlich eines Ausstiegs. Die Bank hat derzeit keine Nachschusspflichten für die Sparte und hat die Vergabe neuer Kredite in Russland nahezu eingestellt.

Ein Worst-Case-Szenario einer erzwungenen Dekonsolidierung in Russland würde nach Schätzungen der Bank die Kernkapitalquote von 13,4 Prozent Ende Juni um etwa zehn  Basispunkte reduzieren. Schwerwiegender wäre allerdings der Wegfall eines der wichtigsten Gewinnbringer. Konzernchef Johann Strobl wollte bei einer Pressekonferenz in Wien keinen Zeitplan für eine Entscheidung zu Russland nennen oder ausführen, welche Optionen er sieht. “Alles, was Ihre Fantasie erlaubt und was am Ende zur Entkonsolidierung führt, schauen wir uns an”, sagte er. (kb)

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