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Quant.Capital Management: Deutschland tritt exklusivem Club bei

Weil erstmals alle Laufzeiten deutscher Bundesanleihen negative Renditen aufweisen, tritt Deutschland dem exklusiven Club der Länder mit nur negativen Renditen bei, dem bislang die Schweiz, die Niederlande, Dänemark, Schweden und die Slowakei angehören. Deutschland werden bald weitere Länder folgen.

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Die Zinsen von Staatsanleihen fallen weltweit fast überall. Das stellt Institutionelle vor Probleme.
 
© peshkov / stock.adobe.com

Die Niedrigzinsphase treibt interessante Blüten: Die Welt ist geteilt in Länder, die für die Geldaufnahme Geld bezahlen – und in die, die damit Geld verdienen. Über diese Entwicklung berichtet Quant.Capital Management. Zur ersten Gruppe gehören die USA, China, Großbritannien, genauso wie Griechenland, Argentinien oder Südafrika. Diese Länder zahlen über alle Laufzeiten hinweg Zinsen auf das geliehene Geld.

Vor allem im kurzfristigen Bereich sind weitere Staaten mittlerweile in der Lage, einen negativen Zins auf ihre Schuldpapiere zu schreiben: Mit Portugal, Spanien und auch Irland gehören einige vermeintliche Krisenstaaten der Eurozone dazu. Aber auch Bulgarien muss erst ab Laufzeiten von mehr als vier Jahren positive Renditen bieten.

Mit Österreich und Finnland stehen zwei weitere Länder kurz vor dem Sprung in den Club der Schuldenverdiener. Japan steht schon länger davor, ist aber bisher noch nicht eingetreten. Sie alle zahlen nur noch für 30-jährige Laufzeiten Zinsen – oder für eher unübliche Papiere mit extrem langen Laufzeiten – bei allen anderen Anleihekategorien sind die Renditen mittlerweile ins Minus gerutscht. Gut möglich, dass hier bald sogar die besonders langen Laufzeiten keinen positiven Ertrag mehr bringen.

Zudem verrät der Blick auf den von Quant.Capital Management erstellten Zins-Tracker (www.zins-tracker.de), in dem die gängigen Laufzeiten bis 30 Jahre dargestellt werden, dass in vielen Ländern in den vergangenen Tagen neue Tiefststände bei den Anlagerenditen erreicht wurden: Die Zahl der Felder mit dunkelroter Farbe sei laut Quant.Capital Management gewaltig:

Inverse Zinskurve spricht für Rezession
Abgesehen vom Risiko, mit Zinsanlagen kein Geld zu verdienen, zeigt der Blick auf die Zinstabelle aber auch, dass die Konjunktur auf wackeligen Beinen steht: In einigen Staaten werden für kurze Laufzeiten höhere Zinsen bezahlt als für die Langläufer. Eine solche inverse Zinsstruktur gilt als verlässlicher Indikator einer Konjunkturabschwächung. Ausgeprägt ist das bereits in den USA zu sehen, auch Großbritannien rutscht in diese Richtung. Bei einigen anderen Volkswirtschaften wirken die Zinskurven bereits bedrohlich flach. Hier ist also aus Risikosicht Gefahr im Verzug. (aa)

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