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QT-Rückzieher: BoE kauft unbegrenzte Menge langlaufender Bonds

Die Bank of England muss von ihrem eigentlich geplanten Anleihenverkäufen aus ihrer Bilanz (Quantitative Tightening, QT) zumindest vorläufig Abstand nehmen und ganz im Gegenteil langlaufende Staatsanleihen kaufen, um die rasch steigenden Zinsen unter Kontrolle zu bekommen.

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© yurchello108 / stock.adobe.com

Die Bank of England (BoE) hat angekündigt, dass sie langlaufende britische Staatsanleihen in jeglichem Umfang kaufen wird, der erforderlich ist, um den Markt wieder in Ordnung zu bringen. Die Kurse der Gilts schossen im Zuge der Zentralbank-Reaktion auf die Schockwellen der Steuersenkungspläne von Premierministerin Liz Truss in die Höhe. Über diese Entwicklung informiert Bloomberg News.

Die Renditen 30-jähriger britischer Staatsanleihen waren nach der Ankündigung, mit der auch der für Montag vorgesehene Beginn der quantitativen Straffung durch Anleiheverkäufe verschoben wurde, auf Kurs, den größten Rückgang ihrer Geschichte zu verzeichnen. Zuvor waren die Renditen auf den höchsten Stand seit 1998 geklettert.

Kampf der "Dysfunktion"
Der Schritt wurde vom Ausschuss für Finanzpolitik empfohlen, da ein “erhebliches Risiko” für die Finanzstabilität befürchtet wurde, wenn die Dysfunktion weiter anhält. “Dies würde zu einer ungerechtfertigten Verschärfung der Finanzierungsbedingungen und einer Verringerung des Kreditflusses an die Realwirtschaft führen”, erklärte die BoE. Es handle sich nicht um eine geldpolitische Entscheidung.

“Der Zweck dieser Käufe wird darin bestehen, geordnete Marktbedingungen wiederherzustellen”, so die BoE in einer Mitteilung. “Die Käufe werden in einem für das Erreichen dieses Ziels erforderlichen Umfang durchgeführt”, eine Formulierung, die an das Versprechen des ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank Mario Draghi aus dem Jahr 2012 erinnert, “alles zu tun, was nötig ist”, um den Euro zu retten.

Die BoE fügte hinzu, dass die Käufe zeitlich streng begrenzt seien und “ein spezifisches Problem auf dem Markt für langlaufende Staatsanleihen angehen sollen”. Die Auktionen finden von heute bis zum 14. Oktober statt.

Renditen fallen
Die Rendite 30-jähriger Anleihen sank Mittwochs um 11:37 Uhr in London um 63 Basispunkte auf 4,35 Prozent, wie die Grafik unten zeigt. Die Rendite zehnjähriger Anleihen fiel um 43 Basispunkte auf 4,07 Prozent, und das Pfund gab um 0,5 Prozent auf 1,0675 Dollar nach.

Die Wiederaufnahme der Anleihekäufe erfolgt nur wenige Tage, bevor die BoE mit dem Verkauf ihrer seit der Finanzkrise angehäuften gigantischen Wertpapierbestände beginnen wollte. Die Zentralbank erklärte, sie werde das Vorhaben auf den 31. Oktober verschieben.

Erst gestern hatte Chefvolkswirt Huw Pill erklärt, dass das Programm der Bank zum Verkauf von Staatsanleihen wie geplant in der nächsten Woche fortgesetzt werden sollte, wenn die Neubewertung am Markt geordnet verläuft.

Eine geldpolitische Antwort auf den Fiskalplan werde wahrscheinlich im November erfolgen, so die BoE. (aa)

Notenbank-Intervention sorgte am Mittwoch für fallende Renditen

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