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Prime Capital: So gelingt der Einstieg in Privatmarkt-Anlagen

Vor dem Hintergrund nicht mehr existierender, positiver Renditen bei sicheren Staatsanleihen rücken Privatmärkte und deren Risikoprämien mehr und mehr in den Fokus institutioneller Investoren. Vor dem Einstieg ist aber guter Rat gefragt.

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© Prime Capital AG

Wie gelingt institutionellen Investoren, die nicht in der Lage sind, zusätzliche zeitliche oder personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, der Schritt in Privatmärkte? Was müssen Investoren berücksichtigen und wie lösen sie die Herausforderungen etwa bei der Auswahl der geeigneten Manager, der Investment-Due-Diligence und der Aufbaugeschwindigkeit? Diesen Fragen geht Sebastian Stehling, Leiter Investment Advisory & Solutions bei Prime Capital, in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Beitrag nach. (aa)


Eine effiziente, weil Zeit und Ressourcen sparende Lösung besteht darin, einen versierten Spezialisten hinzuzuziehen und die entsprechenden Dienstleistungen teilweise oder gesamthaft auszulagern. Externe Spezialisten helfen im ersten Schritt, die passenden Assetklassen zu identifizieren und diese in die strategische Assetallokation (SAA) im Rahmen der regulatorischen Vorgaben einzubinden, um ein Zielportfolio abzuleiten. Dieser regulatorische Rahmen wirkt wie ein Korsett, das bei der Ausrichtung der Kapitalanlagestrategie im Niedrigzinsumfeld vor allem den Fokus auf zinstragende bzw. stabile Cashflows legt. So könnte beispielsweise klassisches Fixed Income durch alternative verzinsliche Anlagen ersetzt werden. Für die ausreichende Diversifikation der Anlagen werden dazu unterschiedliche Privatmarkt-Anlagen angesteuert, wie etwa Corporate Direct Lending, Infrastruktur Debt, Real Estate Debt, Real Estate Equity, Private Equity oder Infrastruktur Equity.

Selbstverständlich sind mit Ausarbeitung der Strategischen Asset Allokation (SAA) auch klare Prozesse für die Neuanlage in Privatmärkte zu etablieren, die den Governance-Anforderungen (wie Neue-Produkte-Prozess) und den Berichtspflichten Rechnung tragen. Investitionen in Privatmärkte erfordern insbesondere auch den Aufbau interner Prozesse zu Managerauswahl, Implementierung und Reporting. Mit der Erfahrung externer Dienstleister kann man diesen Aufbau effizienter Investitionsprozesse erheblich beschleunigen und interne Ressourcen schonen.

Auswahl und Zugang zu Managern verbessern
Eine zentrale Vorrausetzung, um die SAA erfolgreich umzusetzen, ist bei den Privatmarkt-Anlagen jedoch der richtige Zugang zu den Managern. Dieser Zugang ist insbesondere für kleine und mittlere Altersvorsorgeeinrichtungen oft limitiert, da ihre Zielinvestitionsvolumina häufig zu niedrig sind. Hier können sich Investoren von Advisern und Portfoliomanagern für Privatmarkt-Anlagen unterstützen lassen. Sie decken die relevanten Zielsegmente ab und ermöglichen so den Zugang zu einer Vielzahl von Managern und auch zu Sekundärmarkttransaktionen und Direktinvestitionen.

Dieser Zugang zu den Managern und die fundierten Marktkenntnisse ermöglichen den Beratern einen effizienten Managerselektionsprozess, in dem sie neben den generellen Risiko- und Ertragskriterien auch die genauen kundenspezifischen Anforderungen mit aufnehmen: Dies könnten etwa eine hohe Aufbaugeschwindigkeit des Portfolios, eine ausreichende Diversifikation über Vintage-Jahre oder die Vermeidung stark von Covid-19 betroffener Sektoren sein. Vor allem im aktuellen Umfeld ist ein fundiertes Verständnis der jeweiligen Manager und deren Portfolios notwendig, um alle Risiken zu identifizieren und mit in die Investmententscheidung einfließen zu lassen. Investoren können diesen Investitionsprozess entweder mitgestalten oder auch direkt in den Selektionsprozess involviert werden.

Geschwindigkeit mit parallelen Prozessen erhöhen
Im aktuellen Marktumfeld wollen viele Investoren möglichst schnell, aber auch möglichst sicher und zielgerichtet in Private Märkte investieren. Deshalb bieten erfahrene externe Berater mittlerweile an, die Investment-Due-Diligence und die Implementierungsplanung parallel durchzuführen. Der Zugang zu Privatmarkt-Anlagen erfolgt dann meist über Luxemburger Fondsstrukturen und mittels eigener für die Privatmarkt-Anlagen geschaffener Investmentplattformen.

Und auch für das ganzheitliche Monitoring der Investmentstrategie und die Erstellung interner und regulatorischer Reports müssen sichere und schnelle Lösungen erarbeitet werden. Denn Manager verschiedener Privatmarkt-Assetklassen nutzen unterschiedliche Performance-Kennzahlen. Diese werden oftmals nur als Bruttogrößen (vor Kosten) zur Verfügung gestellt, während das interne Berichtswesen auf Nettogrößen abzielt. Hier bieten einige Berater Berichtssysteme an, die die Privatmarktinvestitionen mittels Look-through auf der einzelnen Asset-Ebene in das reguläre Reporting einbinden.

Wenn also institutionelle Investoren im aktuellen Niedrigzinsumfeld in Privatmärkte investieren wollen, sollten sie im Vorfeld prüfen, ob externes Expertenwissen, externe Zugänge zu Managern und externe, zertifizierte Prozesse und Plattformen nicht dabei helfen könnten, dieses Ziel schneller und auch sicherer umzusetzen.

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Prime Capital ist ein unabhängiger Asset Manager und Finanzdienstleister. Mit einer auf Private Märkte spezialisierten Plattform hat Prime Capital in den letzten drei Jahren rund 20 Investmentstrategien in Private Märkte für regulierte Investoren umgesetzt und dabei Kapitalzusagen von rund zwei Milliarden Euro vergeben.

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