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Preiserhöhungen? Firmen müssen den Wettbewerb aktuell nicht fürchten!

In einer Situation, wo die Gesamtnachfrage das Gesamtangebot in vielen Sektoren übersteigt, brauchen die Unternehmen den Wettbewerb derzeit nicht zu fürchten – denn sie wissen, dass es keine Kapazitätsreserven zur Deckung der Nachfrage gibt, meint Mark Dowding, CIO bei BlueBay Asset Management.

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Mark Dowding, CIO bei BlueBay Asset Management
© BlueBay AM / Institutional Money

„Der Westen kann letztlich angesichts der Abhängigkeit Europas von Gasimporten nur sehr wenig gegen die russische Aggression unternehmen. Putin ist in einer guten Ausgangsposition, um sein Ziel zu erreichen, denn er weiß, dass es die steigenden Energiepreise sind, die einen eventuellen Flächenbrand im Osten Europas finanzieren können", stellt Mark Dowding, CIO bei BlueBay Asset Management, fest.

Ungeachtet dieser kurzfristigen Bedrängnisse sieht man bei BlueBay AM die Anleiherenditen mittelfristig weiterhin im Aufwärtstrend. Wenn die Fed beabsichtigt, die Zinssätze in diesem Zyklus über den neutralen Bereich zu hieven, würde dies bedeuten, dass die Federal Funds Rate im Jahr 2023 oder 2024 auf 2,75 Prozent und mehr klettert – und damit weit über den Markterwartungen liegen würde.

Inflationssorgen werden länger bleiben
Bei BlueBay bezweifelt man, dass sich die Inflationssorgen aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe aus China schnell zerstreuen werden. Folglich werde die Inflation Ende dieses Jahres wahrscheinlich deutlich über dem Zielwert liegen. Ungeachtet einer Straffung der Geldpolitik im Jahr 2022 gehe man davon aus, dass die Haltung der Fed in zwölf Monaten zwar weniger akkommodierend, aber nicht restriktiv sein werde. "Daher dürften unserer Einschätzung nach 2023 weitere Zinserhöhungen erforderlich sein, und unsere Ansichten hinsichtlich einer Straffung der Geldpolitik weichen damit stärker von den Erwartungen der Märkte ab", sagt Dowding.

Schon im laufenden Jahr könnte die Lohninflation ein heißes Thema sein
In diesem Zusammenhang ließ in dieser Woche die Nachricht aus dem Vereinigten Königreich aufhorchen, dass den Müllfahrern im Süden Englands eine Lohnerhöhung von 20 Prozent über die nächsten zwei Jahre zugestanden worden ist. Derweil stellen auch andere Gewerkschaften fest, dass ihre Mitglieder im vergangenen Jahr Reallohneinbußen hinnehmen mussten.

Das Gefühl dürfte nicht trügen, dass es in den nächsten Monaten zu Arbeitskampfmaßnahmen kommen könnte, um stattliche Lohnerhöhungen durchzusetzen, was durch einen relativ engen Arbeitsmarkt begünstigt wird.

Unternehmen wiederum, mit denen BlueBay spricht, geben zu Protokoll, dass trotz der bescheidenen Preiserhöhungen im Jahr 2021 die Inputkosten viel schneller als die Einzelhandelspreise gestiegen seien. Es nehme daher nicht wunder, dass der Erzeugerpreisindex in Deutschland in dieser Woche bei satten 24,2 Prozent lag.

Margen sollen geschützt werden
Preiserhöhungen ließen sich im Jahr 2021 noch ohne Marktanteilsverluste durchsetzen, wie BlueBay erfuhr. Doch jetzt hört man von Plänen, die Verbraucherpreise im Jahr 2022 weiter anzuheben, um die Margen zu schützen. "In einer Marktlage, in der die Gesamtnachfrage das Gesamtangebot in vielen Sektoren übersteigt, brauchen die Unternehmen den Wettbewerb derzeit nicht zu fürchten – sie wissen, dass es keine Kapazitätsreserven zur Deckung der Nachfrage gibt", konstatiert Dowding.

Keine riskante Strategie
Preiserhöhungen sind für viele Unternehmen derzeit daher alles andere als eine riskante Strategie. Wenn die Verbraucher die Produkte und Dienstleistungen dringend brauchen, lassen sich saftige Aufschläge locker weitergeben. "Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass der Tottenham Hotspur Football Club die Ticketpreise in seinem Stadion bereits zum zweiten Mal in dieser Saison nachgeschärft hat. Besser wären allerdings Zuwächse bei den Punktgewinnen in der Tabelle...,“ so Fußballfan Dowding augenzwinkernd. (kb)

 

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