Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

Politische Veränderungen: Katalysator für den Aufschwung am Kabutocho?

Die Ankündigung, dass Japans Premierminister Yoshihide Suga zurücktreten wird, stimmt Investoren optimistisch. Diese Zuversicht rührt von der Hoffnung, dass Sugas Nachfolger weniger restriktive Covid-Maßnahmen ergreifen wird und sich die japanische Wirtschaft erholen kann.

yoshihide_sugo_klein_quer.jpg
Sein angekündigter Rücktritt inspiriert die Investorenschaft: Premier Yoshihide Suga
© Archiv

Aus fundamentaler Sicht liegen die japanischen Aktien im Vergleich zu den globalen Aktien weit unter ihrem langfristigen Durchschnitt, was zeigt, dass sie noch viel Luft nach oben haben könnten.

Optimismus steigt mit Sugas Rücktritt
Während des Großteils des Jahres 2021 lagen japanische Aktien deutlich hinter dem Rest der Welt zurück und erzielten bis Ende August eine Rendite von weniger als zehn Prozent. Die meisten entwickelten Marktregionen haben in diesem Jahr Renditen von fast 20 Prozent erzielt. Nach der Ankündigung von Premierminister Yoshihide Suga, dass er Ende dieses Monats nicht mehr zur Wiederwahl antreten werde, stiegen die japanischen Aktien jedoch sprunghaft an, wie die folgende Grafik zeigt. Dieser Anstieg führte zu einem neuen 30-Jahres-Rekordhoch für den Topix-Aktienindex der Tokioter Börse.

YTD Performance des MSCI Japan und der wichtigsten regionalen Aktienindizes

Quelle: Morningstar Direct per 15.09.2021; SPDR

Stimmungswandel durch Rücktritt
"Für diesen Stimmungsumschwung der Anleger gegenüber Japan gibt es mehrere Gründe. Erstens wird davon ausgegangen, dass Sugas Nachfolger die strengen restriktiven und „Social Distancing“ Maßnahmen nicht fortsetzen wird. Zumal die Regierung jetzt das Versprechen abgegeben hat, dass die Wirtschaft wieder in Gang kommen wird, sobald ein erheblicher Teil der Bevölkerung geimpft ist. Zweitens wird davon ausgegangen, dass eine neue Regierung einen weniger strengen Ansatz in Bezug auf die Steuerausgaben verfolgen wird. Unter Abe hat die japanische Zentralbank in einem noch nie dagewesenen Ausmaß geldpolitische Impulse gesetzt. Zwei getrennte Erhöhungen der Verbrauchssteuer haben jedoch die Wirkung dieser Anreize etwas beeinträchtigt. Eine neue Regierung könnte bereit sein, die noch junge wirtschaftliche Erholung Japans nach der Pandemie stärker steuerlich zu unterstützen", meint Stefan Kuhn, Head of SPDR ETFs Deutschland.

Kommt Helikoptergeld in Japan?
Es gibt auch Spekulationen, dass Japan nun eine Form der modernen Geldtheorie, das so genannte Helikoptergeld, anwenden könnte. Ein Beispiel dafür wäre die direkte Auszahlung von Geldern an Familien, wie es die US-Regierung getan hat, in der Hoffnung, die Auswirkungen der Steuerausgaben auf die Verbraucher und ihre Handlungen zu verstärken.

Der fundamentale Fall
Obwohl diese Veränderung der politischen Landschaft nur ein Katalysator ist und nicht die nötige Tiefe hat, um eine starke Rallye bei japanischen Aktien zu unterstützen, sind auch die Fundamentaldaten für Japan positiv. Wie aus der folgenden Grafik hervorgeht, lagen die japanischen Aktien im Vergleich zu den globalen Aktien seit einiger Zeit weit unter ihren langfristigen Durchschnittswerten, wie an Hand des Kurs-Gewinn-Verhältnisses sichtbar wird.  Auf dieser Grundlage scheint es noch viel Spielraum für eine Rallye zu geben.

Historisches Forward-KGV des MSCI Japan (im Vergleich zu globalen Aktien)

Quelle: Bloomberg, SPDR

Wie man das Thema spielt
"Investoren, die an der Rallye der japanischen Aktien partizipieren möchten, können dies über den SPDR MSCI Japan UCITS ETF tun, der mit einer TER von zwölf Basispunkten der kostengünstigste ETF in Europa ist, der den MSCI Japan Index abbildet", weiß Stefan Kuhn. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren