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PGIM-Ökonomin warnt vor Stagflation in Europa

Laut Katharine Neiss sind Hilfsprogramme mit vagen Bedingungen und Verpflichtungen in der Vergangenheit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Einführung eines unausgegorenen Plans berge die Gefahr, das Vertrauen der Anleger weiter zu verlieren und kontraproduktiv zu sein.

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Katharine Neiss, Chief Economist bei PGIM Fixed Income, warnt vor unausgegorenen ökonomischen Maßnahmen.
© pgim

„In Europa sind wir besorgt, dass die Wirtschaftszone angesichts niedriger Gasvorräte und Lieferengpässen kurz vor einer Stagflation steht", wie die PGIM Fixed Income Chef-Ökonomin Katharine Neiss meint. Die Ausweitung der Spreads in den Peripherieländern sei demnach "bemerkenswert, aber das Ausmaß der Bewegungen entspricht dem der Spreads bei den Unternehmen. Nun haben die EZB-Vertreter öffentlich zugesichert, einen Mechanismus zur Beeinflussung der Renditenaufschläge an der Peripherie zu schaffen, obwohl Programme mit vagen Bedingungen und Verpflichtungen in der Vergangenheit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Außerdem birgt die Einführung eines unausgegorenen Plans die Gefahr, das Vertrauen der Anleger weiter zu verlieren und kontraproduktiv zu sein."

Ausweitung der Spreads
Die Spreads von Hochzinsanleihen und -krediten weiteten sich in der vergangenen Woche aus, wobei Kredite deutlich unterdurchschnittlich abschnitten. Nachdem sich Hochzinsanleihen in den ersten Phasen der Markterweiterung nach der russischen Invasion in der Ukraine besser entwickelt hatten, blieben sie in den folgenden Monaten hinter ihren Erwartungen zurück, und die Kreditqualität steht weiterhin im Vordergrund. "Derzeit bestehen 20 – 25 Prozent des europäischen Kreditmarktes aus B3-Krediten , was die Möglichkeit erhöht, dass die Preise nach unten klaffen könnten, falls ein negatives Makroszenario zu einer Zunahme der Herabstufungen von Kreditratings führt", so Neiss. Zum Vergleich: Während der Großen Finanzkrise lager der Anteil von B3-Krediten am europäischen Kreditmarkt bei  fünf bis zehn Prozent.

Osteuropäische Lokalwährungsanleihen "hatten im bisherigen Jahresverlauf unterdurchschnittlich abgeschnitten, da viele Zentralbanken in diesen Ländern wiederholt die Zinsen angehoben hatten. In der vergangenen Woche waren diese Anleihen jedoch die wichtigsten Outperformer im Emerging Markets-Lokalwährungssegment. Die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Rezession in Europa scheint die Möglichkeiten der Zentralbanken in diesen Ländern zu begrenzen, die Leitzinsen weiter zu erhöhen", erklärt die Ökonomin. (hw)

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