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Petrus Advisers nimmt Aareal Bank aufs Korn

Die Software-Tochter der Aareal Bank - Aareon - könnte die Mutter bald im Wert übertreffen. Das sagte Klaus Umek, Gründer des aktivistischen Investors Petrus Advisers, im Interview mit Bloomberg. Eine Trennung könne sich auszahlen, allerdings nicht sofort.

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Klaus Umek. Chef des aktivistischen Investors Petrus Advisers Ltd., will Werte heben bei Aareal.
© FONDS professionell

“Das Wachstums- und Wertpotenzial von Aareon als dominierendem Marktführer in seinem Software-Vertical ist enorm”, sagte Umek über die Software-Sparte. “Mittelfristig macht eine Trennung Sinn, schon weil der Software-Bereich sehr wahrscheinlich bald mehr Wert sein wird als die Bank.” Am Freitag lag die Marktkapitalisierung von Aareal bei rund 1,9 Milliarden Euro.  Ich fordere “keine sofortige Abspaltung von Aareon oder sage, dass die Aareal da komplett raus muss. Man könnte aber einen Partner an Bord holen, etwa aus dem Software-Bereich”, erklärte Umek. Er befinde sich im Gespräch mit dem Management, das das Potental von Aareon erkannt habe.

Weitere Zukäufe möglich
Umek hatte im Oktober vergangenen Jahres eine Beteiligung von etwas über zwei Prozent an dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer öffentlich gemacht. Inzwischen liegt der Anteil bei über drei Prozent, wie er bestätigte. “Ich schließe nicht aus, dass wir unsere Beteiligung weiter ausbauen”, sagte Umek.

Andere Aktivisten haben Blut geleckt
Petrus ist nicht der einzige aktivistische Investor, der bei Aareal eingestiegen ist und Potential bei der Software-Tochter sieht. So forderte Teleios Capital Partners die Bank im September auf, einen Verkauf von Aareon zu erwägen. Sollte nur ein Minderheitsanteil veräußert werden, würde der Shareholder Value langfristig in Mitleidenschaft gezogen werden, argumentierte er.

Die Aareal Bank wollte sich dazu nicht äußern. Im November hatte sie einen Mehrheits- oder Vollverkauf abgelehnt. Aareon komme auch aufgrund vielfältiger Verflechtungen mit dem Bankgeschäft des Unternehmens eine wesentliche Rolle in der Gruppe zu, erklärte sie damals. Die Tochter sei ein integraler Bestandteil.

Schwäche in Großbritannien
Viele Banken in Deutschland sind dabei, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, während sie mit niedrigen Zinsen und stagnierender Konjunktur zu kämpfen haben. Ein Verkauf von Aareon könnte Aareal unter anderem helfen, Schwächen im britischen Geschäft anzugehen, in dem sich einige notleidende Kredite für Gewerbeimmobilien angesammelt hatten.

Petrus baut Frankfurt aus
Für Umek gibt es bei deutschen Unternehmen “massive Opportunitäten für unsere Art des Investierens”. Petrus wolle die Präsenz in Deutschland mit dem Ausbau des Frankfurter Büros stärken. Vergangene Woche berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise, dass der Investor kurz davor stehe, eine Beteiligung von über drei Prozent an der PNE AG bekanntzugeben. Nur wenige Wochen zuvor hatte Petrus der Commerzbank AG einen Anteil an Comdirect mit einem Aufschlag von 32 Prozent verkauft. (kb)

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