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Pensionskasse in Schieflage: DSV kann Anleihe nicht mehr bedienen

Die Deutsche Steuerberater-Versicherung hat wegen ihrer finanziellen Notlage die Zahlungen aus einer von ihr begebenen Nachranganleihe ausgesetzt – vorläufig, wie es heißt.

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© photo 5000 / stock.adobe.com

Die Deutsche Steuerberater-Versicherung, Pensionskasse des steuerberatenden Berufs VVaG (DSV) steckt bekanntermaßen in großen finanziellen Schwierigkeiten. Die sind offenbar derart existenziell, dass die Pensionseinrichtung eine Anleihe nicht mehr bedienen kann. In einer Ad-hoc-Aussendung wird mitgeteilt, dass die am 17. September 2019 fälligen Zinsen für eine von der DSV begebene nachrangige Inhaberschuldverschreibung vorläufig nicht gezahlt werden. Gleichzeitig prüfen die Gläubiger, ob sie einer Änderung der Anleihebedingungen zustimmen sollten, mit der sie auf die Zahlung verzichten.

Die Ursache für die Ankündigung ist der schon länger bekannte Fehlbetrag in Höhe von 158 Millionen Euro in der Bilanz für 2018. Daher sind auch die Eigenmittel der Pensionskasse aufgebraucht, sodass sie die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestkapitalanforderungen nicht mehr erfüllt.

Nun ist der Emittent der Auffassung, dass die ausgegeben Nachranganleihen dazu genutzt werden können, um diesen Fehlbetrag auszugleichen. Daher verhandelt sie derzeit mit den Gläubigern über eine Änderung der Anleihebedingungen, genauer Paragraf 3, der die Zinszahlungen betrifft. Diesen Passus möchte die Kasse aufheben, dem die Anleiheinvestoren aber erst nach Vorlage und Prüfung bestimmter Unterlagen zustimmen wollen, (jb)

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