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Pensionsfonds und Versicherer treiben über Swaps die Kurse hoch

Die Hausse bei sicheren Staatsanleihen beruht neben vielen anderen Gründen auch an Termin-Markt-Transaktionen großer Kapitalsammelstellen, die Positionsanpassungen im Rahmen ihres Asset-Liablity-Managements vornehmen.

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© zoommachine / stock.adobe.com

Die diesjährige Rally bei Treasuries wurde von einer ganzen Reihe von Faktoren angeschoben, von der Nachfrage nach sicheren Häfen bis hin zu Hedging-Strömen. Eine der wichtigsten Entwicklungen in der jüngsten Phase waren Absicherungsgeschäfte von Pensionskassen und Versicherungen. Über diese Entwicklung berichtet Bloomberg-News.

Rendite-Pick-Up gesucht und gefunden
Diese Investoren sind zum Handeln gezwungen worden, getrieben von ihren Verpflichtungen. Auslöser ist der Rutsch bei den Renditen von Anleihen mit längerer Laufzeit, was wiederum mit niedrigeren Swap-Sätzen einherging. Da Pensionskassen und Versicherer ihre künftigen Verbindlichkeiten in der Regel durch den Einsatz von Swaps diskontieren, hat der Rückgang der Swap-Sätze den aktuellen Wert ihrer Verbindlichkeiten erhöht und ihre Aktiva-Passiva-Allokation aus dem Gleichgewicht gebracht.

Eine Möglichkeit, dies zu beheben, besteht darin, in den Swap-Markt einzusteigen und Swaps zu erhalten - d.h. feste Zinsen einzusammeln und variable zu zahlen -, wodurch die Fonds ihr Einkommen steigern können, ohne viel Geld auszugeben, was sie tun müssten, wenn sie am Kassamarkt Treasuries gekauft hätten. Der Nachteil ist, dass diese neuen Swap-Transaktionen wiederum dazu beigetragen haben, die Swap-Sätze und die Renditen der US-Staatsanleihen weiter zu drücken.

Immer niedrigere Zinsraten

Trend könnte weitergehen
Diese Rückkopplungsschleife könnte noch eine Weile anhalten. „Die strategischen Asset Allocation-Ströme von Verbindlichkeiten getriebenen Anlegern werden möglicherweise noch eine ganze Weile weitergehen“, schrieben die Bank of American Strategen Carol Zhang und Olivia Lima in einer Analyse.

Rekordtiefs bei den Renditen
Die Renditen für 30-jährige US-Treasuries sind am Donnerstag auf ein Rekordtief von 1,91 Prozent gefallen, von 2,67 Prozent Mitte Juli. Bis Montag hatten sich die Renditen in dem Laufzeitenbereich etwas erholt und lagen bei 2,06 Prozent. Der Zinssatz für den 30-jährigen US-Swap ist sogar noch schneller gefallen und auf ein Allzeittief von 1,51 Prozent gesunken gegenüber dem Hoch vom letzten Monat von 2,34 Prozent.

Swap-Markt reagierte stärker
Die stärkere Veränderung beim Swapsatz als bei der Rendite für US-Staatsanleihen seit laut Bloomberg eine Folge der Bewegungen auf den Swapmärkten und ein Zeichen dafür, dass die Verbindlichkeiten-getriebenen Anleger wie Pensionsfonds und Versicherer hinter der Bewegung stehen.

Dies ist eine Art und Weise, in der sich die Treasuries-Rally in diesem Monat von der im ersten Quartal unterscheidet. Die frühere Episode wurde vom Fünf-Jahres-Laufzeitsegment angeführt und zum Teil von Anlegern befeuert, die Swaps zur Absicherung von Hypotheken- und Zinsvolatilitätspositionen einsetzten.

Diese frühere Bewegung hatte dazu geführt, dass die US-Renditekurve steiler wurde, während sich die Kurve jetzt so weit abgeflacht hat, dass der Spread zwischen zwei und zehn Jahren in der vergangenen Woche erstmals seit 2007 invers wurde. (aa)

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