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Paukenschlag: Deka kauft österreichische Fondsmanufaktur IQAM Invest

Die Deka wird die österreichische Fonds-Manufaktur Spängler IQAM Invest übernehmen. Der Vollzug der Transaktion (Closing) ist – vorbehaltlich der notwendigen Genehmigungen – für Ende des Jahres geplant.

Markus Ploner, Geschäftsführer von Spängler IQAM Invest
Dr. Markus Ploner (Bild), Geschäftsführer von Spängler IQAM Invest, sagt: „Der Eigentümerwechsel eröffnet europaweit strategische Chancen und bietet großes Wachstumspotential für quantitatives Fondsmanagement auf Basis moderner, wissenschaftlich fundierter Methoden.“
© Spängler IQAM Invest

Asset Manager IQAM Invest mit ausgewiesener wissenschaftlicher Exzellenz verfügt über mehr als 30 Jahre Markterfahrung und bietet vor allem für institutionelle Anleger individuelle und innovative Investmentlösungen. Die Deka übernimmt mit der IQAM Invest einen Anbieter, der sehr gut mit der akademischen Forschung mehrerer Universitäten verzahnt ist. Im europäischen Raum nimmt die Fonds-Boutique im Bereich Faktor Investing mit der Entwicklung eigener Modelle eine wichtige Rolle ein.

Bündelung der Researchtätigkeiten
Der Zusammenschluss erlaubt deshalb auch die Bündelung der Researchtätigkeiten beider
Häuser, die im privaten Institut für quantitative Kapitalmarktforschung (Deka IQ-KAP) und im
IQAM Research Center erfolgen. Mit dem Kauf baut die Deka ihre Position als führender Anbieter quantitativer Produktlösungen und ihren Anspruch an hervorragende akademische Expertise im deutschsprachigen Raum weiter aus. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Wissenschaftliche Forschung als Wettbewerbsvorteil
Dr. Matthias Danne, Asset Management-Vorstand der Deka: „Seit über 20 Jahren setzt die Deka im quantitativen Asset Management neueste wissenschaftliche Forschung in konkreten Asset Management-Lösungen ein. Dieser Ansatz wird durch unser Forschungsinstitut IQ-KAP bereits erfolgreich umgesetzt. Der Zusammenschluss mit IQAM Invest ist hier der konsequente nächste Schritt. Durch die Bündelung werden unsere quantitativen Asset Management-Produkte von der hohen Qualität dieser Fonds-Boutique profitieren. Zudem erlangen wir durch die Kombination beider Forschungsaktivitäten einen noch früheren Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Diesen Wettbewerbsvorteil werden wir nutzen, um unsere Angebotspalette zu ergänzen und weiterzuentwickeln.“ 

IQAM Aufsichtsrat-Vorsitzender Kommerzialrat Heinrich Spängler kommentiert im Namen aller Gesellschafter: „IQAM steht für wissenschaftlich fundierte und erfolgreich umgesetzte Innovation im quantitativen Fondsmanagement. Wir freuen uns, dass die Deka dies im Rahmen ihrer deutlich größeren Kapazitäten nutzen möchte.“

"Ordentlicher Preis"
Wie die Redaktion in Erfahrung bringen konnte, plant man die IQAM in der Struktur einer österreichischen GmbH auch 2021 fortzuführen. Dr. Markus Ploner zum Deal: "Die Initiative ging von der Deka aus. Das Haus will ein bedeutender europäischer Quant-Player im Asset Management werden, da kommt unser Know-How gerade recht. Die Spängler IQAM Invest wird dann im ersten Halbjahr in "IQAM Invest" umbenannt werden." Bezüglich des Kaufpreises wurde natürlich Stillschweigen vereinbart, doch soviel könne man sagen, so Ploner, der erziele Kaufpreis sei ein ordentlicher.

Deka entsendet 2021 COO zu IQAM Invest
Auf eventuelle Wechsel an der Spitze angesprochen, erklärt er, dass quasi als Nachfolger für Werner Eder, der mit September 2021 als Sprecher der Geschäftsleitung ausscheidet, im nächsten Jahr ein Deka-Vertreter als Chief Operating Officer (COO) in die Geschäftsleitung einziehen werde. Eine explizite Standortgarantie gebe es nicht, das Fondsmanagement werde im Wien bleiben und mit Ressourcen in Frankfurt verstärkt. Das IQAM Research Center werde seinen Namen behalten, wie überhaupt die Marke IQAM Invest (ohne Spängler-Zusatz) bestehen bleibe. Betreffend der Fondspalette sei es zu früh, Entscheidungen zu verkünden. Ploner dazu: "Etwaige Bereinigungen der Fondsplatte und Fondszusammenlegungen werden wir uns in den nächsten Monaten ansehen. Für Institutionelle ändert sich nichts, allerdings wird das Fondsangebot breiter werden."

Steigende Regulierungskosten sind nicht der Verkaufsgrund gewesen, bestätigt Ploner, allerdings fielen diese für eine Fonds-Boutique grundsätzlich immer stärker ins Gewicht. (kb)


 

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