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Patrizia-Umfrage über die Pläne institutioneller Immobilienanleger

Mehr als 70 Prozent der institutionellen Investoren wollen ihre Immobilienquote in den nächsten fünf Jahre erhöhen und digitale Services werden ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. Das und noch viel mehr zeigt eine Befragung von 222 institutionellen Kunden des Immobilienunternehmens Patrizia.

Anne Kavanagh, Mitglied des Vorstands und Chief Investment Officer bei Patrizia
Anne Kavanagh, Mitglied des Vorstands und Chief Investment Officer bei Patrizia: „Institutionelle Investoren erhöhen ihre Investments in Immobilien und suchen nach einer breiteren Diversifizierung über die Immobiliensektoren hinweg, um auch in Zukunft attraktive risikoadjustierte Renditen zu erzielen."
© PATRIZIA AG

Patrizia stellte vor wenigen Tagen die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage unter 222 ihrer institutionellen Kunden vor. Demnach planen 72 Prozent der institutionellen Investoren, ihr Immobilienportfolio in den nächsten fünf Jahren zu erweitern. 16 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Immobilienquote in den nächsten fünf Jahren um mehr als 10 Prozent erhöhen wollen. 56 Prozent beabsichtigen, ihre Immobilienquote um bis zu 10 Prozent zu erhöhen.

28 Prozent erwarten, dass sie ihre Gewichtung in Immobilien konstant halten, wobei keiner der Befragten beabsichtigt, seinen Immobilienanteil zu reduzieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Immobilieninvestments weiterhin sehr attraktiv sind, vor allem vor dem Hintergrund eines langfristig anhaltenden Niedrigzinsumfelds. Darüber informiert die Gesellschaft für weltweite Investments in Real Assets per Aussendung.

Stabilität gefragt
Zudem haben sich Immobilien in der Corona-Pandemie als stabiles Investment erwiesen. 56 Prozent der Investoren berichten, dass sie keine Anpassungen in ihren Immobilienportfolios vorgenommen haben, und nur ein Prozent hat die Immobiliengewichtung reduziert. Von denjenigen, die als Reaktion auf die Krise umgeschichtet haben, stellten die meisten ihr Engagement auf verschiedene Immobiliensektoren um (19%), während andere auf Investmentstrategien mit geringerem Risiko setzten (8%) oder Investments zurückstellten (17%) und ihre Liquidität erhöhten (6%). 14 Prozent schichteten in Aktien, Anleihen, andere Assetklassen oder Infrastruktur um.

Da regulatorische Anforderungen immer weiter zunehmen und das Risk Reporting immer wichtiger wird, sehen 79 Prozent der Investoren digitale Services künftig als ein wichtiges Differenzierungsmerkmal für Immobilien-Investment Manager, wie nachfolgende Grafik zeigt:

Anne Kavanagh, Mitglied des Vorstands und Chief Investment Officer bei Patrizia: „Institutionelle Investoren erhöhen ihre Investments in Immobilien und suchen nach einer breiteren Diversifizierung über die Immobiliensektoren hinweg, um auch in Zukunft attraktive risikoadjustierte Renditen zu erzielen. Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld haben sich die Renditen aus Immobilien als nachhaltig erwiesen, die attraktiv und stabil sind. Insgesamt waren Immobilieninvestments in der Corona-Pandemie außerordentlich widerstandsfähig und lieferten solide Renditen. Gleichzeitig hat die Krise die Notwendigkeit eines aktiven Asset Managements und maßgeschneiderter Sektorstrategien verdeutlicht, um Risiken effektiv zu reduzieren und den Wert der Assets zu steigern.“

Diversifizierung des Portfolios gewinnt an Bedeutung
Die Antwort auf die Frage, wie Investoren ihre Portfolios in den nächsten fünf Jahren anpassen wollen, zeigt einen Trend zur breiteren Diversifizierung. Rund jeder zweite Befragte plant, seine Infrastrukturinvestments zu erhöhen und 42 Prozent beabsichtigen, in neue Assetklassen zu investieren. 43 Prozent wollen ihre Portfolios über verschiedene Immobiliensegmente, Anlagestrategien (12%) oder internationale Märkte (12%) weiter diversifizieren.

97 Prozent der Befragten erwarten, dass die regulatorischen Anforderungen an das Reporting in den nächsten fünf Jahren steigen werden. 92 Prozent glauben, dass das Risk Reporting umfassender werden wird.

Zu den wachsenden Anforderungen gehören höhere Erwartungen an das Reporting nach Segmenten (40%), Markt-Benchmarking (42%), Performance (48%) und Investment Reporting (60%). Eine deutliche Mehrheit von 87 Prozent bereitet sich auf ein vertieftes ESG-Reporting sowohl auf Portfolio- als auch auf Einzelobjektebene vor (87% bzw. 77%). Infolgedessen planen 73 Prozent ESG-bezogene Kennzahlen und Indikatoren, die sie für ihre Portfolioanalysen und -berichte verwenden, zu erhöhen.

Angesichts der wachsenden Anforderungen glauben institutionelle Investoren, dass sich die Entwicklung hin zu automatisierten Portfolioanalysen und -berichten beschleunigen wird. 94 Prozenterwarten, dass das automatisierte Reporting an Bedeutung gewinnt, wobei 34 Prozent der Investoren angeben, dass die Bedeutung stark zunehmen wird. 84 Prozent glauben, dass automatisierte Analysen auf Portfolioebene wichtiger werden. Die Investoren sind weniger entschlossen, was den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei Portfolioanalysen angeht. 55 Prozent sagen, dass der Einsatz von KI in den nächsten fünf Jahren zunehmen wird, aber nur sieben Prozent glauben an eine starke Zunahme. (aa)

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