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Ostrum: Wichtige technische Niveaus werden getestet

Die von Donald Trump abgesetzten Tweets brachten neue Unruhe in die Aktienmärkte. Spiegelbildlich wird der Handelskrieg damit auch am Rentenmarkt ein Thema, berichtet Axel Botte von Ostrum Asset Management. Bedenklich seien die hohen Shorts auf den VIX.

Axel Botte, Ostrum Asset Management
Axel Botte, Head of of Equity and Fixed Income Strategy beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management
© Ostrum AM

Schon nach der Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed am 1. Mai 2019 testeten die Rentenmärkte das Niveau von 2,46 Prozent für die zehnjährigen Treasuries. Axel Botte, Head of of Equity and Fixed Income Strategy beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management, erwartet nun, dass die Tweets von Donald Trump die Märkte dazu bringen könnten, diese wichtigen technischen Niveaus erneut zu testen.

Laut Botte scheinen gute Nachrichten über das Wirtschaftswachstum den prognostizierten Zinspfad der Fed nicht zu verändern. Unattraktive Bewertungen (3,04% Marktwert in Ostrum AMs Modellen), ein optimistischer Marktkonsens und negativer Carry könnten das Aufwärtspotenzial verringern, aber insgesamt scheint für Botte das Risiko eher in Richtung niedrigerer Renditen zu liegen – und damit für eine Positionierung am langen Ende zu sprechen.

TIPS werden gemieden
Trotz der friedlichen Ausrichtung der Fed meiden Investoren weiterhin TIPS. Die Spreadkurve 10y/30y könne Botte zufolge jedoch durchaus steiler werden. Der Ölpreis, der zuletzt durch internationale Spannungen und spekulative Long-Positionen gestützt wurde, ist nach der Veröffentlichung der strategischen Reserven der USA gefallen. Auch dies trägt zur Flucht in die Sicherheit bei, die die Break-even-Inflationsraten belastet (188bp bei zehnjährigen Laufzeiten).

Positionierung bei VIX-Shorts "beispielslos"
Im Aktienbereich belebte die protektionistische Bedrohung die Volatilität, so dass die derzeitige Short-Positionierung bei VIX-Kontrakten laut Botte beispiellos ist. Der VIX-Index stieg auf 18 Prozent.

Aktienkurse unter Druck
Daher erscheine auf kurze Sicht eine Gewinnmitnahme bei Aktien wahrscheinlich, was Ostrums optimistische Einschätzung von US-Anleihen nur verstärkt.

Die vierteljährlichen Unternehmenspublikationen zeigten insgesamt eine enttäuschende Umsatzentwicklung, während die Erträge gegenüber dem Vorquartal im Wesentlichen unverändert blieben.

Aktienrückkäufe (wahrscheinlich über 200 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 19) bleiben die Hauptquelle der Eigenkapitalnachfrage in den USA, da das Volumen und die Ströme der Endinvestoren unterdurchschnittlich bleiben. (aa)

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