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OFI AM analysiert die Auswirkungen von EU-Sanktionen gegen Italien

Jean-Marie Mercadal, CIO beim französischen Asset Manager OFI, äußert sich zu den von der EU-Kommission empfohlenen Sanktionen gegen Italien, deren Auswirkungen auf den italienischen Anleihenmarkt, die italienische Wirtschaft und einen möglichen Dominoeffekt in der Europäischen Union:

Jean-Marie Mercadal, CIO beim französischen Asset Manager OFI
Jean-Marie Mercadal, CIO beim französischen Asset Manager OFI
© Axel Gaube / Institutional Money

Die von der EU-Kommission gegenüber Italien empfohlenen Sanktionen sollten Investoren ruhig schlafen lassen, meint OFI AM-CIO Jean-Marie Mercadal. Er hält die Auswirkungen auf die italienische Wirtschaft für eher gering, da der Strafbetrag wohl nur 0,2 Prozent des italienischen Bruttoinlandsprodukts ausmachen dürfte. Allerdings würden diese Sanktionen das Haushaltsdefizit laut Mercadal weiter ansteigen lassen – also genau zum Gegenteil dessen führen, was eigentlich bewirkt werden soll. "Außerdem wäre eine solche Maßnahme kein gutes Signal für das Vertrauen von Unternehmen in einer ohnehin schon schwachen Wirtschaft", ergänzt Mercadal.

Rentenmarkt hat bereits viel Negatives eingepreist
Die Sanktionen sollten dem OFI AM-CIO zufolge dem italienischen Anleihemarkt zusetzen – aber nicht sehr viel. Die Risikoaufschläge gegenüber deutschen Bundesanleihen seien bereits gestiegen, allerdings weniger stark als in vergangenen Phasen mit angespannten Marksituationen.

Der Grund dafür ist: Niemand spricht darüber, dass Italien den Euro verlassen wird. Es wird keinen Italexit geben. Und: Viele internationale Anleger haben bereits den italienischen Anleihemarkt verlassen, so dass es im Moment weniger potentielle Verkäufer italienischer Anleihen gibt.

"Wir erwarten nur geringe Auswirkungen auf die Anleihemärkte anderer EU-Staaten. Die meisten haben Anstrengungen unternommen, um ihre Haushaltsdefizite und die Staatsverschuldung in Grenzen zu halten", erklärt Mercadal. Nur mit Frankreich könnte es eventuell ein Problem geben, weil das Haushaltsdefizit über den drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt, die vom Maastricht Vertrag vorgegeben sind. Allerdings scheine das Risiko auch bei Frankreich letztendlich gering zu sein, da das Land systemrelevant für den Euro ist.

"Moral Hazard" auf Kosten der Steuerzahler?
"Unsere Empfehlung an Anleger lautet, nicht in Panik zu verfallen. Der Euro ist ein politisches Konstrukt, auch wenn es aus wirtschaftlicher Sicht kein logisches ist. Der Euro wird in jedem Fall gerettet, und er wird überleben. Daher sind wir der Meinung, dass kein großes Risiko darin besteht, in italienische Anleihen zu investieren – ganz besonders nicht in volatilen Zeiten", empfiehlt Mercadal. (aa)

 

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