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Ökonom Michael Heise über die Chancen einer Erholung

Die Corona-Rezession wird nicht von langer Dauer sein, sagt Michael Heise, Chefvolkswirt des Quandt-Family-Office. An den Börsen dürfte es dagegen nicht so rasch wieder aufwärts gehen.

Michael Heise ist seit Kurzem Chefökonom von HQ Trust
Michael Heise, HQ Trust
© Allianz SE

Michael Heise, der neue Chefökonom von HQ Trust, dem Family Office der Industriellenfamilie von Harald Quandt, zeigt sich angesichts der Corona-Pandemie besorgt, aber besonnen: "Es wird auf eine Rezession in diesem Jahr hinauslaufen, aber einen Grund für Horrorszenarien sehe ich nicht", sagt der ehemalige Generalsekretär des Sachverständigenrats im Interview mit dem "Handelsblatt". Deutschland prophezeit er für das laufende Jahr ein Minus von vier Prozent. Für das kommende Jahr erwartet er in der Bundesrepublik dann wieder fünf Prozent Wachstums-Plus.

Den Akteuren an den Finanzmärkten rät Heise indes zur Geduld. "Eine schnelle Erholung an den Aktienmärkten erwarte ich nicht", erklärt er. Es könnte sogar erst noch einmal abwärts gehen: "Die schlechten Nachrichten kommen noch, wenn die Gewinnerwartungen nach unten korrigiert werden", befürchtet der Ökonom. Dennoch könnten Anleger jetzt beginnen, die Aktienquote in ihrem Portfolio vorsichtig und schrittweise zu erhöhen, sagt er.

Kapitalbesitzer zahlen die Krisenfolgen mit
Bei einem ausgewogenem Portfolio sollte die Aktienquote jetzt bei zirka 35 Prozent liegen, rät der Chefökonom. Anleihen sieht er bei etwa 30 Prozent gut portioniert. "Den Rest würde ich auf Gold, Cash und Unternehmensbeteiligungen in der Form von Private Equity verteilen", sagt er im Interview. Mit Immobilieninvestments würde er noch warten, bis die Preise nicht mehr so hoch sind. Dazu rät Heise außerdem zu einer deutlich höheren Quote an alternativen Investments wie Private Equity und Private Debt.

Langfristig kommt kein Portfolio ohne Aktien aus, glaubt Heise. Dividenden dürften als Sicherheitspuffer in der nächsten Zeit keine große Rolle mehr spielen. Denn wegen der Corona-Krise streichen oder kürzen voraussichtlich viele Unternehmen ihre Ausschüttungen. "Die Aktionäre werden merken, dass sie als Kapitalbesitzer einen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten müssen", prophezeit Heise. (fp)

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