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Oddo BHF über das Risiko einer neuerlichen Blase am US-Immobilienmarkt

Der Chief Investment Officer von ODDO BHF befasst sich in einer Analyse, ob bei US-Immobilien eine Blasenbildung droht.

Jan Viebig
Prof. Dr. Jan Viebig, Chief Investment Officer der ODDO BHF AG
© Oddo BHF

Großanleger sollten bei ihren US-Immobilien genauer hinsehen. Diesen Schluss lässt eine Analyse von Oddo BHF zu. Der enorme Anstieg der Häuserpreise um 43 Prozent von dem Niveau vor der Pandemie Ende 2019 bis Mai 2022 könnte das erste Anzeichen für eine Blasenbildung am U.S. Immobilienmarkt sein, hält Prof. Dr. Jan Viebig, Chief Investment Officer der ODDO BHF AG, in einer aktuellen Einschätzung fest.

Viebig nennt den Grund: Auf längere Sicht müssen Immobilien bezahlbar bleiben. Der durchschnittliche Preis für Einfamilienhäuser liegt nach Angaben der National Association of Realtors (NAR) aktuell bei 421.000 US$ (Stand Juni 2022) oder dem 7,5-fachen der verfügbaren Pro Kopf-Einkommen, merkt Viebig an.

Zocken mit Immobilien
Ein weiteres Anzeichen für eine Blasenbildung sind Viebig zufolge die vermehrten spekulative Aktivitäten am U.S. Immobilienmarkt. Nach ATTOM, einem Datenanbieter für den Immobiliensektor, ist die „Home Flipping Rate“ seit dem Frühjahr 2021 kontinuierlich bis auf 9,6 Prozent im ersten Quartal 2022 gestiegen, von rund sechs Prozent in den Jahren seit der Finanzkrise. "Mit anderen Worten: eins von zehn verkauften Häusern wurde kurzfristig, nach durchschnittlich 161 Tagen weiterverkauft", erläutert Viebig.

Die stark gestiegenen Immobilienpreise, die hohe Bewertung der Immobilien relativ zu den durchschnittlichen Einkommen und erste spekulative Exzesse deuten Viebig zufolge auf eine Blasenbildung am U.S. Häusermarkt hin. Viebig erwartet aber keine Krise am U.S. Immobilienmarkt wie in den Jahren 2008/2009, da die Rahmenbedingungen heute andere seien, sondern eine deutliche Abschwächung der Preisentwicklung am U.S. Häusermarkt.

Immobilienmarkt hat Auswirkungen auf die Zinspolitik
Angesichts der hohen Verbraucherpreisinflation und der Blasenbildung am Immobilienmarkt wird die Federal Reserve nach Einschätzung Viebigs die Leitzinsen weiter anheben müssen. Die höheren Leitzinsen wiederum würden die Preisentwicklung am Immobilienmarkt dämpfen und zu einer Abkühlung des volkswirtschaftlichen Wachstums in den Jahren 2022 und 2023 beitragen.

"Viele Investoren am U.S. Immobilienmarkt werden wiederum lernen, dass Immobilienpreise nicht beständig steigen. Das ist die eigentliche, oftmals vergessene Lehre aus den Jahren 2008/2009", erklärt Viebig abschließend. (aa)

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