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Oddo BHF AM über das Renditepotenzial von "Compounding"

In wie weit ein Arzneimittel-Cocktail ein Performance-Katalysator sein kann, erläutert der Leiter aktive Aktienstrategien bei Oddo BHF Asset Management.

Guillaume Chieusse, Oddo BHF Asset Management
Guillaume Chieusse, Oddo BHF Asset Management
© ODDO BHF

Das sogenannte „Compounding“, also das Kombinieren, Mischen oder Verändern von Inhaltsstoffen, um ein auf die Bedürfnisse eines einzelnen Patienten zugeschnittenes Medikament herzustellen, ist ein Wachstumsgeschäft, schreibt Guillaume Chieusse, Leiter aktive Aktienstrategien bei Oddo BHF Asset Management, in einem „Institutional Money“ exklusiv vorliegenden Beitrag.

Personalisierte Medizin
Zusammengesetzte Arzneimittel spielen immer dann eine Rolle, wenn Therapien eine Kombination mehrerer Arzneimittel erfordern oder Patienten auf bestimmte Inhaltsstoffe allergisch reagieren. Außerdem helfen sie älteren oder sehr jungen Patienten, die keine Tabletten schlucken können und daher ein flüssiges Arzneimittel benötigen. Im Zuge der Entwicklung von Therapien für seltene beziehungsweise chronische Krankheiten wie Krebs, HIV oder Hepatitis ermöglichen zusammengesetzte Arzneimittel neue Behandlungsmethoden, die personalisiert, wirksamer und nebenwirkungsärmer sind.

Wachstumsstarke Nische
Das Compounding von Arzneimitteln kann in einem Krankenhaus, einer Klinik oder einer Apotheke erfolgen. Alternativ kann die Herstellung an spezialisierte Unternehmen wie die belgische Fagron-Gruppe oder die deutsche Medios ausgelagert werden. Solche Spezialisten sind dann für die Lieferung von Wirkstoffen oder Fertigprodukten zuständig. Das Compounding-Geschäft bildet mit nur einem Prozent der Verschreibungen in der Gesundheitsbranche nach wie vor eine Nische, aber mit zunehmendem Wachstum, hält Chieusse fest.

Zwischen bis zum Jahr 2025 wird eine jährliche Wachstumsrate von sechs Prozent erwartet, was sich auf drei Faktoren zurückführen lässt: Demografie, Verfügbarkeit und Regulation. Die alternde Bevölkerung benötigt nicht nur mehr Gesundheitsleistungen, sondern individuellere und im Allgemeinen teurere Therapien. Gleichzeitig sind während der Corona-Pandemie Arzneimittel in Nordamerika und Europa knapper geworden. Dies gilt insbesondere für das nach der Verschärfung des Rechtsrahmens für die Herstellung von Arzneimittel-Mischungen in größeren Mengen entstandene Sterilgeschäft. Compounding-Unternehmen können dazu beitragen, diesen Knappheiten entgegenzuwirken

Fusionen und Übernahmen als wichtige Treiber des Sektors
Der Compounding-Markt hat sich in den letzten Jahren zunehmend konsolidiert, da es nach einer Übernahme relativ einfach ist, Synergien zu erzielen. Diese Synergieeffekte entstehen auf der Umsatzebene durch Cross-Selling und vor allem die Fähigkeit, den Kunden neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

Broker prognostizieren Umsatzsteigerungen von fünf Prozent durch den Zusammenschluss von zwei Unternehmen. Und auch auf der Beschaffungsebene, können Unternehmensangaben zufolge Größeneffekte in bestimmten Fällen zu Einkaufsvorteilen von fünf Prozent des Umsatzes oder mehr führen. Dies kann dazu beitragen, Krankenhäusern und Kliniken niedrigere Preise anzubieten – und das in einem für viele Entwicklungsländer in Hinblick auf die finanzielle Stabilität ihrer Gesundheitssysteme schwierigen Umfeld. Außerdem kann das übernehmende Unternehmen durchschnittlich fünf bis zehn Prozent seiner Betriebsausgaben einsparen.

"Mit anderen Worten, der Markt für Arzneimittelmischungen sollte sich weiter konsolidieren, was als starker Katalysator für die künftige Performance des Sektors wirken könnte", erklärt Chieusse abschließend. (aa)

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