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Oddo BHF AM: So führt Faktor-Investing tatsächlich zum Erfolg

Damit institutionelle Investoren über das Tragen von Faktor-Risiken am Ende des Tages auch wirklich eine Mehrrendite erzielen, sollten diese Exposure in Multi-Faktor-Ansätzen eingehen.

Dr. Carsten Große-Knetter, Head of Quantitative Equities, Oddo BHF AM
Dr. Carsten Große-Knetter, Head of Quantitative Equities, Oddo BHF AM, hält am 12. Institutional Money Kongress einen Vortrag über Faktorstrategien.
© Axel Gaube / Institutional Money

Dauerhaft niedrige Zinsen und volatile Aktienmärkte haben sich auf die Einschätzung der mit passiven und fundamental basierten Anlagestrategien verbundenen Risiken ausgewirkt. Während passive Strategien unvermeidlich das Marktrisiko in Zeiten steigender Volatilität erhöhen, gestaltet es sich für Vermögensverwalter mit fundamental-basiertem Ansatz zunehmend schwierig, ihre Vergleichsindizes regelmäßig zu übertreffen. „Beide Ansätze werden weiterhin ihren Platz haben in den Portfolios professioneller Anleger. Allerdings dürften faktor-basierte Strategien zunehmend an Bedeutung gewinnen als dritte Säule, die zur Erzielung konstanter, absehbarer Outperformance beiträgt“, erklärt Dr. Carsten Große-Knetter, Head of Quantitative Equities, Oddo BHF AM, gegenüber „Institutional Money“.


Veranstaltungshinweis: 
Oddo BHF Asset Management hält am 12. Institutional Money Kongress, der von 26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress Center stattfindet, einen Workshop zum Thema Faktorstrategien. Die Vortragenden sind Dr. Carsten Große-Knetter und Dr. Stefan Braun. Falls Sie noch einen Platz in diesem Workshop ergattern wollen, sollen Sie sich rasch zum Kongress und zu diesem Programmpunkt anmelden. Eine Kongress-Anmeldung ist u.a. HIER möglich

Single-Faktor-Ansätze sind schwer durchzuhalten
Viele Investoren konzentrieren sich auf bestimmte Faktoren. So gehörten Value-Ansätze lange zu den beliebtesten Investmentansätzen. Allerdings müssen dann Phasen mit klarer Underperformance in Kauf genommen werden.

„Reine Stil-Portfolios, z.B. so genannte Smart-Beta-Produkte, liefern nur dem sehr langfristig orientierten Investor Mehrwert, der bereit ist, längere Schwächephasen durchzuhalten“, erinnert Große-Knetter, um anzufügen: „ Vielen Investoren fehlt aber dieser lange Atem. Sie verabschieden sich nach einer Schwächephase aus einem Engagement oder reduzieren es und verpassen so die darauffolgende Erholungsphase.“

Mehrere Faktoren, mehrere Ertragsquellen
Für Große-Knetter spricht daher viel für Multi-Faktor-Ansätze, bei denen verschiedene Faktoransätze kombiniert werden. Der Faktor „Bewertung“ etwa investiert in Aktien, die unterbewertet sind, also auch in solche, die zuvor starke Kursverluste erlitten haben („Turnaround-Kandidaten“).

Der trendfolgende Faktor „Momentum“ investiert gerade entgegengesetzt in Titel, die eine besonders gute historische Kursentwicklung aufweisen. Entsprechend selektieren die Faktoren „Bewertung“ und „Momentum“ eher volatile Titel, der Faktor „Risiko“ konstruktionsbedingt eher Titel mit geringer Volatilität.

Die Verschiedenheit der Faktoren manifestiert sich mathematisch in der geringen oder gar negativen Korrelation der relativen Erträge der Faktorportfolios. Auch gibt es immer Marktphasen, in denen ein bestimmter Investmentstil nicht funktioniert. Darüber hinaus, kann ein einzelnes Faktorportfolio sich sehr stark auf bestimmte Sektoren konzentrieren, d.h. überwiegend aus diesen Titel selektieren, womit eine optimale Diversifikation nicht gewährleistet ist.

Eine Kombination verschiedener Faktoren in einem Portfolio kann laut Große-Knetter dagegen Risiko durch Diversifikation reduzieren. Läuft ein Faktor schlecht, wird dieser durch andere Faktoren kompensiert. Insbesondere die Kombination von fundamentalen Faktoren (Bewertung, Revision, Wachstum) und technischen (Momentum, Risiko) erweist sich als vorteilhaft. „Auch hier zeigt sich wieder die Stringenz des quantitativen Vorgehens: so ist es möglich, die Investition in einzelne Faktoren und Investmentstile in Phasen schlechter Performance durchzuhalten, um so an der anschließenden Erholung zu partizipieren“, erklärt Große-Knetter abschließend. (aa)

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