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Nuveen: Ob der Markt vor einem Wendepunkt steht?

Das anhaltende Fehlen eines Impfstoffs, die Möglichkeit einer zweiten Infektionswelle und steigende Arbeitslosenzahlen könnten Investoren trotz aller fiskalischen und geldpolitischen Rückenwinde verunsichern. Laut Nuveen gelte es weiterhin, vorsichtig zu bleiben.

Bob C. Doll, Chief Equity Strategist bei Nuveen
Bob C. Doll, Nuveen
© Nuveen

Obwohl die Aktienkurse gerade jetzt weltweit ins Stolpern geraten könnten, scheinen positive Nachrichten die Stimmung weiter anzuheizen. "Dieses Glück wird zwar nicht für immer anhalten, aber wir nähern uns keinem Hoch oder einer Risk-Off-Phase. Die Entscheidungsträger unterstützen die Wirtschaft, bis sie sich nachhaltig erholt", hält Bob C. Doll, Chief Equity Strategist bei Nuveen, in einer aktuellen Markteinschätzung fest. Seiner Ansicht nach seien kurzfristige Rückschläge möglich, aber ein deutlicher Rückgang ist für Doll unwahrscheinlich.

Keine Medizin, keine nachhaltige Erholung
Nach wie vor fehlt jedoch die medizinische Voraussetzung, um das Virus zu kontrollieren oder zu vergleichsweise normalen wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten zurückzukehren. "Obwohl wir einige positive Schritte gesehen haben, ist eine Lösung nicht abzusehen. Je länger es dauert, einen Impfstoff oder Therapien zu entwickeln, desto stärker ist die Zuversicht der Investoren gefährdet", warnt Doll.

Bis sich ein erfolgreiches medizinisches Ergebnis abzeichne, seien die Konjunkturmaßnahmen deshalb umso bedeutender. Andernfalls könnten Insolvenzen und Arbeitslosigkeit zunehmen.

Defensive Herangehensweise ratsam
Angesichts der enormen Erholung der Aktienmärkte seit dem 23. März, der unattraktiven Bewertungen und der Anzeichen für wieder ansteigende Infektionszahlen sei laut Doll eine vorsichtige kurzfristige Strategie geboten. Der fallende US-Dollar und das mögliche Ende der langen Outperformance von US-Aktienmärkten sind neue Entwicklungen. Sie könnten wahrscheinlich über mehrere Jahre anhalten und nicht abrupt enden.

Neue Zahlen mit Spannung erwartet
Die Zahl der Arbeitslosenanträge in den USA ist vergangene Woche zum zweiten Mal in Folge angestiegen und könnte Vorbote für einen negativen Lohn- und Gehaltsbericht am 7. August sein. Offen ist, ob die Arbeitslosigkeit aufgrund einer geringeren Wirtschaftsaktivität dauerhaft hoch bleiben wird.

"Wir bleiben auf kurze Sicht vorsichtig. Wiedereröffnungen von Schulen, eine zweite Infektionswelle und eine umstrittene US-Wahl könnten Investoren verunsichern. Die zyklische Wirtschaftserholung wird holpriger als erhofft – aber sie sollte anhalten, so lange die Brücke aus monetärer und fiskalischer Reflationspolitik besteht", erklärt Doll abschließend. (aa)

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