Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Nutzen Sie die Vorteile relativer Werte bei High Yield!

Trotz der zunehmenden geopolitischen Spannungen erzielten die High-Yield-Märkte im dritten Quartal weitgehend positive Renditen und setzten damit das allgemein positive Jahr für die Anlageklasse insgesamt fort.

horne_martin_barings_klein_quer.jpg
"Obwohl wir weiterhin attraktive Werte in den traditionellen High-Yield-Märkten (Anleihen und Loans in den USA und Europa) sehen, nehmen wir auch die nichttraditionellen Segmente des Marktes – in Bereichen wie notleidenden Schuldtiteln, CLOs und Schwellenländer-Unternehmensanleihen – in den Blick, um potentielle Chancen für Wertsteigerungen zu identifizieren", erläutert Martin Horne (Bild), Leiter des Global High Yield Teams bei Barings. 
© Barings

Die Performance für das Quartal lag für die High-Yield-Kernanlageklassen relativ eng beieinander, wobei US-amerikanische und europäische High-Yield-Anleihen 1,03 Prozent beziehungsweise 0,92 Prozent erzielten und US-amerikanische und europäische Loans 0,92 Prozent respektive 1,09 Prozent.

Loans schlagen High Yields bis dato
Auf Basis des bisherigen Jahres haben die High-Yield-Anleihen die Performance der Loans übertroffen, da die zunehmend expansiv gestimmten Zentralbanken die Ströme weiterhin in festverzinsliche Anlageklassen zurücklenkten. Senior Secured Loans haben 2019 bisher jedoch ebenfalls für eine solide Rendite gesorgt, da die Nachfrage aus neu gebildeten Collateralized Loan Obligations (CLOs) das mangelnde Interesse von Privatanlegern in den USA kompensierte. Im Laufe des Jahres hat sich die Renditedifferenz zwischen den beiden Anlageklassen verringert, da Anleihen infolge der Marktstimmung gegenüber Loans bevorzugt wurden. "Bei vergleichbaren Loan- und Anleiherenditen hat Barings – in einer etwas gegenläufigen Sicht gegenüber dem, was sich auf dem Markt vollzog – eine Chance bei Loans gesehen, insbesondere in den USA, wo die Wirtschaft geringfügig stärker zu sein scheint als in Europa", berichtet Martin Horne.

Anleiheauswahl von entscheidender Bedeutung
"Im Großen und Ganzen bleiben die Fundamentaldaten der High-Yield-Emittenten stabil, und der Markt scheint disziplinierter zu sein als in den Jahren vor der globalen Finanzkrise. Getrieben von einem relativ gesunden wirtschaftlichen Umfeld in den vergangenen Jahren sind die Unternehmensgewinne insgesamt solide und die Verschuldungsniveaus weitgehend stabil", so Horne weiter. "Außerdem scheinen die Zinsdeckungsquoten, auch aufgrund niedrigerer Finanzierungskosten in den letzten zehn Jahren, relativ solide zu sein. Die Zahlungsausfälle,  das größte potenzielle Risiko für High-Yield-Investoren, liegen weiterhin leicht unter dem langfristigen historischen Durchschnitt, und wir rechnen auf kurze Sicht nicht mit einem wesentlichen Anstieg. Wir sind uns jedoch bewusst, dass verschiedene Risiken, wie die laufenden Brexit-Verhandlungen, die globalen Handelsspannungen und die Rohstoffpreise, um nur einige zu nennen, fortbestehen"

Rigoroser Bottom-up-Ansatz ersetzt Timingentscheidungen
Sorgen um eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums und die Möglichkeit einer Rezession stehen für viele Investoren ebenfalls im Vordergrund. Statt zu versuchen, Investitionsentscheidungen um diese Faktoren herum zu timen, sieht man bei Barings einen Vorteil darin, einen rigorosen Bottom-up-Ansatz anzuwenden, der darauf abzielt, Anleihen auszuwählen, die der kurzfristigen Volatilität standhalten und sich über Kreditzyklen hinweg halten können.

Höher bewertete Anleihen bevorzugt
In den High-Yield-Märkten kommt es historisch gesehen immer wieder zu Perioden vorübergehender Verlagerungen, in denen verschiedene technische Faktoren oder aufflammende Risiken dazu führen können, dass sich ein Marktsegment über einen bestimmten Zeitraum hinweg besser oder schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt. So hat zum Beispiel die Volatilität Ende 2018 – ebenso wie die allgemeine Unsicherheit über das Wirtschaftswachstum – zu einer erhöhten Nachfrage nach Krediten höherer Qualität geführt und sich dieses Marktsegment im bisherigen Jahresverlauf überdurchschnittlich entwickelt. Horne dazu: "Obwohl es vielleicht noch zu früh ist, einen Trend zu erkennen, sehen wir seit dem Ende des dritten Quartals eine Verschiebung – insbesondere bei High-Yield-Anleihen mit B-Rating, die jene mit BB-Rating übertroffen haben. Dies ist nicht ganz überraschend, da die Unternehmen insgesamt solide Finanzzahlen melden und die Investoren begonnen haben, sich wieder der Suche nach Renditen zuzuwenden."

Ausblick
Während High-Yield-Anleihen grundsätzlich recht stabil erscheinen, zeichnen sich am Horizont eine Reihe globaler makroökonomischer Risiken ab, die in Zukunft weitere Volatilität in die Märkte bringen könnten, meint Horne. Statt zu versuchen, Investitionsentscheidungen um potenzielle Risiken herum zu timen, ist es Barings Meinung nach von Vorteil, einen strategischen, den gesamten Zyklus umfassenden Ansatz für High Yield anzuwenden, der aber flexibel genug ist, um es einem Manager zu ermöglichen, dort taktisch anzulegen, wo zum jeweiligen Zeitpunkt der beste relative Wert auf dem globalen Markt zu finden ist. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren