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NordLB verliert viel Geld mit Flugzeugen

Die NordLB hat mit Flugzeugkunden in den vergangenen beiden Jahren viel Geld verloren, während die Landesbank als Ganzes zuletzt wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Dennoch will Vorstandschef Jörg Frischholz an dem Segment festhalten.

Jörg Frischholz, HVB
Jörg Frischholz, NordLB
© HVB / Stefan Obermeier

Vergangenes Jahr bescherte das Flugzeug-Segment der NordLB einen Verlust vor Steuern von 99 Millionen Euro, wie die Landesbank am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanzzahlen 2021 mitteilte. Ein Jahr zuvor lag der Fehlbetrag sogar bei 189 Millionen Euro. Das Portfolio schrumpft um rund eine Milliarde auf zuletzt noch 2,9 Milliarden Euro. Dahinter standen 269 Flugzeuge und 31 Triebwerke. Rund die Hälfte war durch Garantiemechanismen abgesichert. Neben der Finanzierung von Flugzeugen werden in diesem Segment auch andere Finanzprodukte wie Schuldscheindarlehen oder Derivate angeboten. Darüber informiert Bloomberg.

Hoffnung auf bessere Zeiten
Jörg Frischholz sagte am Donnerstag, dass Flugzeugfinanzierungen auch in Zukunft zum Kernangebot der NordLB gehören werden. Er gehe davon aus, dass sich nach zwei Corona-Jahren, in denen die Flugzeugbranche stark belastet wurde, der Markt auch wieder drehen werde. 

Während die Folgen der Corona-Krise derzeit abnehmen, rückt das Thema Russland stärker in den Fokus. Viele Flugzeuge stecken angesichts des Ukraine-Krieges in Russland fest und es ist unklar, ob sie jemals wieder an ihre Eigentümer zurückgegeben werde. Wie stark die NordLB von solchen Fällen betroffen sein könnte, ist derzeit noch unklar. Frischholz sagte, die Bank sei bei dem Thema “nicht aufgeregt”.

Provisionsüberschuss steigt
Insgesamt hatte die Bank im vergangenen Jahr ein Vorsteuerergebnis von 16 Millionen Euro erreicht, verglichen mit einem Verlust von 27 Millionen Euro in 2020. Der Zinsüberschuss sank um ein Drittel wegen eines Sondereffekts und der Verkleinerung der Bank. Beim Provisionsergebnis ging es deutlich nach oben. Die harte Kernkapitalquote der Bank verbesserte sich auf 15,5 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

“Wir sind bei der Transformation unseres Hauses gut vorangekommen”, sagte Frischholz bei der Vorstellung der Bilanzzahlen.

Die NordLB war 2019 wegen hoher Schiffskreditrisiken mit einem 3,6 Milliarden Euro schwerem Paket gestützt worden. Die Europäische Kommission hatte grünes Licht für eine Kapitalzufuhr gegeben, nachdem die Bank versprach, kleiner und regionaler zu werden. Die Bilanzsumme lag damals bei rund 145 Milliarden Euro, nun sind davon noch 115 Milliarden Euro übrig.

Ende vergangenen Jahres kam die NordLB auf 0,1 Milliarden Euro an faulen Schiffskrediten. Das gesamte Finanzierungsportfolio in diesem Bereich belief sich auf 0,7 Milliarden Euro, verglichen mit 2,1 Milliarden Euro Ende 2020. 

Frischholz hatte vergangenen Monat in seinem ersten größeren Interview nach der Amtsübernahme im Januar gesagt, er wolle das Kreditvolumen der Bank wieder vorsichtig ausbauen. Das Institut habe die Krise hinter sich gelassen, erklärte er gegenüber Bloomberg. Er kam von der HypoVereinsbank. (aa)

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