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NordLB-CEO sieht Gewinn vor Übergabe an Ex-Commerzbanker

Thomas Bürkle, Vorstandsvorsitzender der NordLB, kann kurz vor Amtsübergabe an ehemalige Commerbank-Führungskräfte ein Haus übergeben, das in die grünen Zahlen zurückgekehrt ist.

Thomas Bürkle, NordLB
Thomas Bürkle, NordLB
© NORD/LB

Der scheidende NordLB-Chef Thomas Bürkle hat die mit Milliarden Euro gerettete Landesbank in den ersten neun Monaten dieses Jahres in die Gewinnzone zurückgeführt. Zum Jahresende übergibt er seinen Posten an Jörg Frischholz, der wie die ebenfalls neu startende Firmenkunden-Chefin Ingrid Spletter-Weiß einst bei der Commerzbank war.

Trendwechsel
In den ersten neun Monaten erzielte die NordLB einen Gewinn vor Steuern von 113 Millionen Euro, verglichen mit einem Minus von 73 Millionen Euro im selben Zeitraum des Vorjahres, teilte die Bank am Donnerstag mit. Nach Steuern verdiente sie 122 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet sie nun mit einem positiven Konzernergebnis. Darüber informiert Bloomberg.

“Die NordLB steht besser da, als es der bloße Blick auf manche Kennzahl zuletzt suggeriert hat”, sagte Bürkle. “Bei unserem Konzernumbau sind wir mittlerweile sehr weit vorangekommen. Die Bank ist heute deutlich kleiner und effizienter als zu Beginn des Umbaus.”

Die NordLB war 2019 wegen hoher Schiffskredit-Risiken mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gestützt worden. Um grünes Licht für die Kapitalzufuhr von der Europäischen Kommission zu erhalten, versprach die Bank, kleiner und regionaler zu werden. Zu den Zielen für 2024 zählen eine Eigenkapitalrendite von sieben Prozent und eine Kosten-Ertragsquote von unter 50 Prozent. 

Faule Schiffskredite fast abgebaut
In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres konnte die Bank ihre Bilanzsumme um knapp ein Zehntel auf etwa 117 Milliarden Euro reduzieren. Sie profitierte in dem Zeitraum von Bewertungseffekten im Zusammenhang mit dem Abbau des Schiffsportfolios. Ende September lag das Volumen notleidender Schiffskredite bei etwa 300 Millionen Euro. Es ist geplant, dieses Portfolio bis zum Jahresende nahezu vollständig abzubauen.

Zugleich warnte Bürkle vor der weiter anhaltenden Corona-Krise. “Die jüngsten Entwicklungen zeigen aber auch, dass die Pandemie noch immer nicht ausgestanden ist. Von daher war es richtig, dass wir gleich zu Beginn mit einer defensiven Risikopolitik reagiert haben. An dieser Vorgehensweise werden wir festhalten”, sagte er.

Über die neuen Manager
Der künftige Vorstandschef Frischholz, der bereits seit Mitte des Monats gewöhnliches Mitglied des Gremiums ist, hatte in den Diensten der Commerzbank gestanden, bevor er 2015 zur HypoVereinsbank wechselte und dort später Privatkundenvorstand wurde. 

Ebenfalls in den Vorstand einziehen wird zum 1. Dezember Spletter-Weiß, die seit 2017 das weltweite Kreditrisikomanagement für Firmenkunden bei der Commerzbank geleitet hatte. Sie soll einen Monat später die Verantwortung für das Firmenkunden- sowie das Kapitalmarktgeschäft der Bank als Nachfolgerin von Günter Tallner übernehmen. (aa)

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