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Nordea AM über das Comeback-Potential europäischer Anleihen

Europäische Anleihen bietet laut Einschätzung von Nordea Asset Management "strategische Investitionsmöglichkeiten". Aus taktischer Sicht sollten Investoren noch etwas höhere Renditen abwarten, um ihre Gewichtung zu erhöhen.

Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management
Sébastien Galy, Nordea Asset Management
© Nordea Asset Management

Die Erwartung einer Rezession in der Eurozone habe die Zinsstrukturkurven der Kernländer kurzfristig zu sehr abgeflacht. Ein erneuter Anstieg sei wahrscheinlich und biete bei entsprechender Risikobereitschaft strategische Gelegenheiten, in Anleihen der Kern- und Peripherieländer zu investieren. Diese Markteinschätzung hat derzeit Sébastien Galy, Makrostratege bei Nordea Asset Management.

Viele Probleme sorgen für steigende Rezessionsrisiken
Für Galy ist die Wahrscheinlichkeit einer Rezession auf 45 Prozent gestiegen. Neben der Inflation und der hohen Staatsverschuldung insbesondere in den Peripherieländern, treiben auch eine mögliche Erdgasknappheit im Winter, die deutliche Abschwächung der chinesischen Wirtschaft und die finanziell angespannte Lage vieler Verbraucher die Rezessionssorgen. "Wenn sie denn kommt, erwarten wir aber einen klassischen und keinen schweren Verlauf. Dafür müsste die Wirtschaft von schweren Schocks erschüttert werden und davon sind wir noch sehr weit entfernt", merkt Galy an.

Der Nordea AM-Mann erinnert daran, dass die Volkswirtschaften um einen sehr vorhersehbaren langfristigen Trend schwanken, der insbesondere von der steigenden Produktivität, einer wachsenden Bevölkerung und langfristigen ökologischen Trends abhängt. Sofern diese Faktoren stark genug sind, treiben sie die Schuldenaufnahme für notwendige Investitionen an und können so die Möglichkeit bieten, schon heute von in das künftige Wachstum zu investieren. Nordea AM geht davon aus, dass diese langfristigen Trends anhalten und dass die Risiken zumeist normale zyklische Risiken sind, auch wenn einige, die wir derzeit sehen, es definitiv nicht sind. Gefährlich würden sie dann, wenn sich interne und externe Ungleichgewichte weiter vergrößerten (z. B. ein teurer Immobilienmarkt oder eine schwache Währung wie in der Türkei).

Taktisches Abwarten auf bessere Einstiegskurse
"Aus taktischer Sicht würden wir noch auf höhere Renditen in den Kernländern warten, da das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale derzeit unterschätzt wird und die Inflation noch nicht unter Kontrolle ist. Strukturell mögen wir weiterhin Peripherieländer, wo Reformen erwartet werden und wo die politische Situation ermutigend ist, wie z.B. in Italien", empfiehlt Galy.

Auf längere Sicht sind Pfandbriefe zunehmend von Interesse. Nach einer Weile dürfte sich die Risikobereitschaft bei festverzinslichen Wertpapieren zunächst langsam und schließlich schnell erhöhen. "Wenn der Markt schließlich begreift, dass wir es mit einer im Wesentlichen klassischen Rezession zu tun haben, werden dann auch High Yield-Bonds wieder in den Blick der Investoren rücken", erklärt Galy abschließend. (aa)

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