Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

Nordea AM: Märkte kommen von zwei Seiten unter Druck

Die Wirtschaftsentwicklung in China und in den USA driftet immer stärker auseinander. Das hat Folgen für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte, warnt Witold Bahrke, Makrostratege bei Nordea Asset Management.

Witold Bahrke, Makrostratege bei Nordea Asset Management.
Witold Bahrke, Makrostratege bei Nordea Asset Management
© Nordea Asset Management

Während die US-Wirtschaft nach wie vor Vollgas gibt, verliert die Konjunktur in China an Fahrt. Das Auseinanderdriften der beiden Wirtschaftsgiganten bedeutet für die Weltwirtschaft sowie die globalen Finanzmärkte nichts Gutes, sagt Witold Bahrke, Makrostratege bei Nordea Asset Management. "Während die globale Geldpolitik in Washington entschieden wird, hängt das Weltwirtschaftswachstum überwiegend an China", erklärt er. Die sich immer weiter öffnende Schere wird demnach dafür sorgen, dass sich der globale Abschwung fortsetzt, ist der Stratege überzeugt. "Die von der starken US-Wirtschaft bestimmten monetären Rahmenbedingungen werden für die Weltwirtschaft zur Belastung“, so Bahrke. 

Fed entzieht dem Markt jedes Monat 50 Milliarden US-Dollar
Der Grund laut Bahrke sei: Eine starke Wirtschaft in den Vereinigten Staaten bedeutet höhere US-Zinsen, einen stärkeren Greenback und weitere Bilanzverkürzungen seitens der Fed. "Diese entzieht dem Kapitalmarkt aktuell 50 Milliarden US-Dollar an Liquidität pro Monat, in etwa so viel, wie sie auf dem Höhepunkt der quantitativen Lockerung in den Markt gepumpt hat", so Bahrke.

China verliert weiter an Fahrt
In China ist das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise gefallen – trotz Konjunkturmaßnahmen und expansiver Geldpolitik. Das Zusammenspiel aus amerikanischer Stärke und chinesischen Schwäche führt dazu, dass die monetären Rahmenbedingungen für alle anderen Länder der Welt zur Belastung werden", warnt der Bahrke. Er geht davon aus, dass sich das Auseinanderdriften der größten und der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt bis auf Weiteres fortsetzt. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren