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Nordea AM: Das ist an den Märkten 2020 zu erwarten

Nordea Asset Management hat sich für das kommende Anlagejahr für einen Seitwärtsmarkt positioniert. Die Skandinavier erwarten zum Beispiel, dass die Fed stärker die Zinsen senken muss. Trotz dieser "Japanisierung" finden Investoren noch Renditepotenzial vor.

Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management
Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management
© Nordea Asset Management

Die Experten von Nordea Asset Management gehen davon aus, dass sich die konjunkturelle Verlangsamung bis in die erste Jahreshälfte 2020 ausweiten wird, bevor China eine moderate wirtschaftliche Erholung auslöst, die sich langsam bis ins Jahr 2021 erstrecken dürfte. "Das bedeutet, dass unser Thema „Japanisierung“ mit einem starken Schwerpunkt auf festverzinslichen Anlagen weiterhin besteht, aber es wird letztendlich Chancen bei Aktien geben, allen voran in den Schwellenländern", schreibt Sébastien Galy, Senior-Makrostratege, Nordea Asset Management, in seinem Jahresausblick. Im ersten Teil geht er insbesondere auf die Fed-Politik ein.

Vollständiger Fed-Zinssenkungs-Zyklus statt einer Mid-Cycle-Korrektur
Die Verlangsamung der Schwellenländer hatte überproportionale Auswirkungen auf die US-Produktion, gespeist von Geschichten über eine Rezession in den USA, die von Investmentbanken und den Medien verbreitet wurden. Dies hat laut Galy zur Folge, dass das Vertrauen der CEOs des US-Konferenz-Boards nahezu auf einem historischen Tief liegt und sich sehr negativ auf die Wirtschaft auswirkt.

Dieser Schock beginnt sich auf die Verbraucher auszuwirken, die in einer Zeit, in der die Staatsausgaben und insbesondere der Handel nicht helfen, weniger ausgeben als erwartet. "Wir gehen davon aus, dass sich diese Ansteckung ausbreitet und die Ersparnisse der Verbraucher steigen werden, da sich diese unsägliche Geschichte durchsetzt, obwohl ein Handelsabkommen zwischen den USA und China im ersten Quartal 2020 dazu beitragen dürfte, die Situation umzukehren", prognostiziert Galy.

Die Chancen stünden also gut, dass sich die US-Notenbank für einen vollständigen Lockerungszyklus und nicht für eine Korrektur in der Mitte des Zyklus entscheiden wird. Erwartet wird derzeit eine Leitzinssenkung durch die Fed um 71 Basispunkte bis Ende 2020. Die Chancen stehen laut Galy gut, dass wir im Dezember eine Zinssenkung sehen und dass die Leitzinssenkungen der Fed bis Mitte 2020 auf rund 50 Basispunkte gefallen sein werden.

Da es sich um einen rein temporären Schock handelt, erwartet Galy eine schnelle wirtschaftliche Erholung bis Mitte 2021, wenn die Fed wieder auf dem Weg der Straffung sein sollte. Das Tempo der Straffung sollte unter den Demokraten langsam sein, da wir uns angesichts des von den Republikanern ausgeübten Drucks hinsichtlich der Zügelung von Ausgaben wahrscheinlich in einer Haushaltskontraktion befinden werden. 

Positive Auswirkungen
"Die Auswirkungen auf den US-Dollar im Vergleich zu Schwellenländern und EM-Hart- und Lokalwährungsanleihen sollten für diese Anlageklassen ziemlich positiv sein", schreibt Galy. Die Auswirkungen auf Aktien sollten bei defensiven Aktien gemischt positiv ausfallen, da sie ihre Finanzierungskosten (z. B. Versorgungsunternehmen) senken, während der Nachfrageschock zunächst Konjunktur- und Wachstumswerte belasten dürfte.

"Eine so komplexe Welt ist eine Welt für verwaltete US-Aktien und Anleihen. Schließlich dürfte der Mangel an sicheren Häfen, einschließlich renditestärkerer US-Treasuries, die Nachfrage nach Safe-Haven-Anlagen von europäischen Staatsanleihen bis hin zu europäischen Pfandbriefen, insbesondere in Italien und Griechenland, antreiben", erklärt Galy abschließend. (aa)

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